Mit ‘Shimon Dotan’ getaggte Beiträge

Xander Ronson (Dolph Lundgren) kam einst auf der Suche nach dem großen Geld in die Mongolei. Aus seinen Plänen wurde nichts, auch sein Versuch, sich als Bodyguard einen Namen zu machen, schlug fehl. Jetzt hält er sich mit illegalen Fights mehr schlecht als recht über Wasser. Dieses steht ihm nämlich bis zum Hals als der dubiose Geschäftsmann Chambers (William Shriver) auftaucht und Ronson 100.000 Dollar anbietet, wenn er ihm dabei hilft eine alte buddhistische Reliquie zu finden, die geheimnisvolle Kräfte haben soll. Ronson schlägt ein. Doch aus der kleinen Expedition wird bald ein Kampf ums nackte Überleben …

51bom80v4ml_ss500_.jpgDIAMOND DOGS ist ein merkwürdiger Film, der in seinen besten Momenten an die Vetreter des wiedererstarkten B-Actionfilms erinnert (man denke an Lundgrens THE MECHANIK, van Dammes WAKE OF DEATH oder UNTIL DEATH), in seinen schwächeren an die Filme, die Steven Seagal in den letzten zehn Jahren in schöner Regelmäßigkeit rausgehauen hat. Vor allem die Schauspieler chargieren teilweise arg unter Niveau und lassen jede Glaubwürdigkeit vermissen – in vorderster Front William Shriver, der mich an eine Mischung aus Ben Kingsley, Cary Hiroyuki-Tagawa und Karl Lagerfeld erinnert hat. Aber dieses Manko ist man gern bereit zu übersehen. Auffällig an DIAMOND DOGS ist sein roher Look, den er in erster Linie dem großzügigen Einsatz der Handkamera verdankt, aber auch dem mongolischen Lokalkolorit, das fast ohne jeden beschönigenden Filtereinsatz abgelichtet wird. DIAMOND DOGS sieht so teilweise fast schon wie eine Dokumentation oder ein Arthouse-Film aus. Demgegenüber steht die Dramaturgie, die ohne größere Ausschläge nach oben oder unten auskommt. Das scheint aber weniger auf Unvermögen zurückzuführen zu sein, sondern dem Konzept zu entsprechen. Wenn am Ende alle außer Ronson im Kampf um den Schatz umgekommen sind, klärt uns der Held via Voice-over darüber auf, dass jetzt wieder alles von vorn beginnen könne; die ewige Wiederkehr des Gleichen für den Actionhelden. Leider gelingt es den beiden Regisseuren aber nicht, diese Tristesse auch inhaltlich zu verankern: Lundgren sieht zwar genauso furchteinflößend aus wie in seinen letzten Filmen, dieser Eindruck wird aber immer wieder durch komische Momente unterwandert; die mystisch-mythologische Ebene, die durch den buddhistischen Schatz eingebracht wird, wird kaum richtig ausgearbeitet (wohl auch aus Budgetgründen) und läuft schließlich ins Leere; die Mischung aus Söldneraction und Abenteuerfilm a la INDIANA JONES will nicht so recht aufgehen, weil man den Eindruck hat, die Macher hätten selbst nicht so recht gewusst, was sie damit anstellen wollen. Dennoch: DIAMOND DOGS ist mit all seinen Verfehlungen und Mängeln ein so unorthodoxer Film, dass ich das gern würdigen möchte.