Mit ‘Steven Seagal’ getaggte Beiträge

Steven Seagals Persona ist ein nie versiegender Quell der Faszination. In den fast 30 Jahren, die seine Laufbahn als Actiondarsteller nun schon andauert, hat er unaufhörlich an seinem Image gestrickt, Elemente seines „wahren“ Lebens in seine Filme einfließen lassen (und wahrscheinlich umgekehrt) und im Grunde genommen immer dieselbe Figur gespielt: den weisen, desillusionierten professional, der die Geheimdienste und Schlachtfelder der Welt kennt wie seine Westentasche, ob sie nun im Nahen Osten oder den Gehttos der USA liegen, in der Kunst des schnellen, lautlosen Tötens versiert ist, sein Seelenheil in fernöstlicher Religion und Meditation sucht, den alten Kulturen seinen Respekt bezeugt, und Kind und Tier nähersteht als Seinesgleichen, die er als korrupt, verräterisch, egoistisch und hinterhältig kennengerlernt hat. Zwar hat er dieses Bild im Lauf der Jahre immer wieder um die ein oder andere Nuance ergänzt, je nach den Anforderungen Facetten stärker betont oder unter den Tisch fallen lassen, aber nie ist eine seiner Rollen wirklich von dem mit ABOVE THE LAW eingeschlagenen Weg abgewichen. Steven Seagal ist immer Steven Seagal. Sogar wenn er, wie hier, einen Gangsterboss spielt.

Keoni Waxman, ein enger Vertrauter Seagals, der mit dem nunmehr 63-Jährigen bereits die Filme THE KEEPER, A DANGEROUS MAN, MAXIMUM CONVICTION und A GOOD MAN sowie die Serie TRUE JUSTICE gedreht hat, weiß sehr genau, dass die Zeiten, in denen man dem Star mit der Kamera hinterher lief und ihn bad guys in Reihe verdreschen ließ, schon seit einigen Jahren vorbei sind. Seagal gefällt sich heute eher in der Rolle des elder statesman, ist dem weltlichen Treiben entrückt und lässt anderen seine Weisheit zuteil werden, die für ihn die Arbeit machen. In FORCE OF EXECUTION hat er streng genommen nur eine Nebenrolle und wenig Screentime, aber er bildet dennoch das Gravitationszentrum, um das der Film kreist. Und natürlich spielt es gar keine Rolle, dass er ein Gangster ist. Der Seagalologe weiß ja längst, dass sich die Welt nicht mehr so leicht in Gut und Böse einteilen lässt, sich die auf entgegengesetzten Seiten des Gesetzes stehenden Kontrahenten oftmals eher wie Spiegelbilder zueinander verhalten. Insofern versieht Seagal auch seinen alternden Crimelord Alexander Coates (von allen nur „Mr. Alexander“ genannt) mit all jenen Eigenschaften, die seine „Helden“ üblicherweise ausziechnen: Er bewegt sich sicher auf der „street“, wird demnach von Schwarzen, Asiaten und Hispanics als „Bruder“ respektiert, deren Lingo er aus dem FF beherrscht, verfügt über ein gewaltiges Waffenarsenal und genaues Wissen über die jeweiligen Vor- und Nachteile, ist ein mit allen Wassern gewaschener Geschäftsmann, versteht sich auf Werte wie „Ehre“ und „Respekt“ und ist ebenso versiert im bewaffneten wie unbewaffneten Konflikt. Außerdem ist er von dem ständigen Hin und Her genervt: Materielle Dinge interessieren ihn genauso wenig wie Macht, also möchte er aussteigen, um irgendwo im Einklang mit seinem inner self den Ruhestand zu feiern. Natürlich macht sein Widersacher, der Crip Iceman (Ving Rhames) da nicht mit, lässt es lieber auf einen Kampf ankommen, anstatt das Angebot Alexanders anzunehmen, und ihn auszuzahlen. Der Finalkampf, in dem die Männer Alexanders auf die Iceman-Gang treffen, findet im Keller von Alexanders im spanischen Stil gehaltenen Villa statt, der seltsamerweise genauso aussieht, wie die anonymen Fabrikhallen und Maschinenräume, in denen DTV-Actioner gern enden: Lauter riesige, nahezu vollkommen leeren Räume, neonbeleuchtete Gänge mit Rohren an den Wänden, hier und da steht mal eine Europalette rum, die mit seltsamen Kisten bestapelt ist. Hier hat Alexander natürlich leichtes Spiel: Wie in A GOOD MAN läuft Seagal rum wie ein SWAT-Polizist oder Scharfschütze. Die lustigen Jacken, die er früher bevorzugt hat, hat er nun gegen schwarze Army-Klamotten und kugelsichere Weste, verkehrtrum aufgesetzte Cap und Streberbrille eingetauscht. Verwirrendstes Accessoire ist das Palästinensertuch, das er um den Hals gewickelt hat, und mit dem er ein bisschen wie ein aufgedunsener Hipster aussieht.

Der eigentliche Protagonist des Films ist Alexanders ehemaliger henchman Hurst (Bren Foster), der nach einem Fehler bestraft und ausgestoßen wird und fortan ein trauriges Dasein als Pener mit gebrochenen Händen fristet. Er freundet sich mit dem mexikanischen Koch Oso (Danny Trejo) an, der in den Kampf zwischen Alexander und Iceman gerät (warum, habe ich irgendwie verpasst), aber auch ein witchdoctor ist und Hursts Hände mithilfe einer Skorpion-Spezialtherapie binnen Stunden wieder wie neu macht. Am Ende kommt Hurst seinem alten Mentor zu Hilfe und wird von diesem begnadigt. Foster ist Tae-Kwon-Do-Weltmeister erinnert optisch an eine Mischung aus Colin Farrell und Scott Adkins und sorgt dafür, dass FORCE OF EXECUTION nicht zum Klassentreffen der hüftsteifen Veteranen verkommt. Er sprüht nicht gerade über für Charisma, hat aber deutlich mehr Potenzial als seine Filmografie das bislang hergibt. Mal sehen, was da noch kommt. Selbiges gilt für Keoni Waxman: FORCE OF EXECUTION ist wie auch A GOOD MAN deutlich besser als der fürchterliche MAXIMUM CONVICTION, aber keinesfalls richtig gut. Es gibt einiges zu gucken, aber irgendwie fügt sich das alles nicht zu einem wirklich zufriedenstellenden Ganzen zusammen. Es liegt nicht zuletzt an der tollen Besetzung – speziell Ving Rhames ist klasse als steingesichtige Verkörperung von Souveränität und Coolness -, dass man FORCE OF EXECUTION am Ende als leicht überdruchschnittlich einstufen mag, einen M.A. in Seagalologie vorausgesetzt.

a good man (keoni waxman, usa 2014)

Veröffentlicht: Februar 27, 2015 in Film
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Ich schätze, für einen Seagal-Film wie A GOOD MAN muss man anno 2014 einfach dankbar sein. Große Begeisterung vermag er zwar nicht auszulösen, aber er ist auch kein Zugunglück, hat ein paar nette Einfälle, ein paar hübsche Schwertfights, die Erinnerungen wach werden lassen an die guten alten Zeiten in den späten Achtzigern und frühen Neunzigern, als Seagal on top of his game war, und er auch wird nicht übermäßig durch diese Unzulänglichkeiten getrübt, die so viele Seagals der letzten 15 Jahre aufwiesen. Der mittlerweile auf Schrankwandgröße angeschwollene Star stand offensichtlich während eines substanziellen Teils der Dreharbeiten zur Verfügung, nur ein paarmal wird an seiner Stelle ein Stand-in ins Bild geschoben, und nachsynchronisiert wurde er auch nicht. Keoni Waxman, der zu Seagals Stammregisseur herangereift zu sein scheint – er drehte mit ihm bereits THE KEEPER, A DANGEROUS MAN, MAXIMUM CONVICTION, FORCE OF EXECUTION und 8 Episoden der Fernsehserie TRUE JUSTICE –, liefert ordentliche Arbeit ab und fängt auch die Actionszenen gut ein, hat sonst aber allem damit zu kämpfen, dass kaum etwas an A GOOD MAN wirklich hängenbleibt. Wieder einmal in Bukarest gedreht und mit den typischen Ostblock-Russenmafia-Darstellern besetzt, versinkt der Film in der immer unüberschaubarer werdenden Flut vergleichbarer DTV-Actioner: Wo MERCENARY FOR JUSTICE, SHADOW MAN, BORN TO RAISE HELL, SIX BULLETS, ASSASSINATION GAMES, LAST BULLET oder DIRECT CONTACT enden und A GOOD MAN anfängt, kann man längst nicht mehr genau sagen.

Was bleibt also von A GOOD MAN? Seagals Bart und seine neue Vorliebe für Schals zum Beispiel. In der Rückblende, mit der der Film eröffnet und die die Motivation seines Alexander erklärt, eines ehemaligen Spec-Ops-Mannes, gibt er wieder einmal seiner Vorliebe für schwer verständlichen Tech Talk nach, strickt er weiter an der Legende seiner „dunklen Vergangenheit“. Eine echte Überraschung ist die spätere Enthüllung, wer hinter den üblen Morden an Mobstern steckt, deren verstümmelten und mit Räucherstäbchen garnierten Leichen überall in der Stadt an mit japanischen Schriftzeichen dekorierten Orten auftauchen: Kein Psychopath, sondern der Held Alexander selbst ist es, der als „White Ghost“ auf der Jagd nach dem Waffenhändler Chen (Tzi Ma) ist und dabei kräftig aufräumt. Irgendwann ist Seagal definitiv reif, den Killer in einem Slasher- oder zumindest Serienmörderfilm zu spielen, die richtigen Körpermaße für Jason Voorhees hat er ja schon. Als human interest wird die liebe Lena (Iulia Verdes) eingeführt, die für die Schurken als Kellnerin in einer Strip-Bar arbeiten muss, für ihre süße minderjährige Schwester Mya sorgt und außerdem einen halbseidenen Halbbruder namens Sasha (Victor Webster) hat, der Alexander am Ende hilft. A GOOD MAN endet dann auch mal wieder mit einer jener unangenehmen Liebesszenen zwischen Seagal und seiner gut 30 Jahre jüngeren Partnerin, von denen der Star nicht lassen kann, obwohl diese ihm weder liegen noch zu seinen Charakteren passen. Klar, am Ende soll sein Alexander geläutert sein, doch sind die turmhohen Leichenberge, die er überall hinterlassen hat, deswegen wirklich vergessen? Das Hundchen, das er sich als treuen Gefährten hält, kann die Zweifel, die an seiner psychischen Verfassung aufkommen, jedenfalls nicht gänzlich zerstreuen, auch wenn das wohl so gedacht war.

Fazit: Ein durchschnittlicher DTV-Actioner, der die Krise des Genres nicht aufzulösen vermag, dem Seagal-Komplettisten aber durchaus das ein oder andere Aha-Erlebnis schenkt. Wie gesagt: Dafür muss man schon dankbar sein.

MAN MAN

Für Hard Sensations habe ich einen Text geschrieben, in dem ich mich mit drei aktuellen Actionfilmen auseinandersetze, die dieser Tage in Deutschland auf DVD erschienen sind/erscheinen: Es handelt sich um John Hyams‘ DRAGON EYES mit Jean Claude Van Damme und up-and-coming Martial-Arts-Star Cung Le, den neuen Seagal namens MAXIMUM CONVICTION und einen weiteren Film mit den „Muscles from Brussels“, Ernie Barbarashs großartigen SIX BULLETS. Hier geht’s lang, viel Vergnügen!

Als sein Partner bei der Ermittlung eines Umweltvergehens in den Appalachen unter mysteriösen Umständen ums Leben kommt, beginnt der EPA-Beamte Jack Taggert (Steven Seagal) dort seine Nachforschungen. Zwar erlangt er schnell das Vertrauen der schönen Sarah (Marg Helgenberger) und des alten Harrys (Harry Dean Stanton), doch die meisten Einwohner des Kaffs stehen ihm ablehnend gegenüber: Kein Wunder, denn sie stehen auf der Gehaltsliste des Industriellen Orin Hanner (Krist Kristofferson), der toxische Abfälle in den stillgelegten Minen deponiert. Aber Taggert lässt in seinem Kampf gegen die Umweltverschmutzung und das Verbrechen nicht locker …

Als ich FIRE DOWN BELOW damals kurz nach Erscheinen begutachtete, war die Enttäuschung gr0ß. Zwar kam schon der kurz zuvor entstandene THE GLIMMER MAN nicht mehr an die Klasse der vorrangegangenen Filme heran, doch tröstete mich darüber noch die Euphorie hinweg, die es auslöste, Seagal zum ersten Mal im Kino erleben zu dürfen. FIRE DOWN BELOW ist ohne Frage der seagalistischere Film der beiden, er wirkt persönlicher als THE GLIMMER MAN, in dem man versuchte, die Strukturen des Buddy-Movies und des Serienmörderfilms auf einen Seagal-Film zu übertragen, was nur bedingt funktionierte. Aber dafür ist er deutlich zahmer: Bis zum Showdown gibt es kaum Actioneinlagen und die gnadenlose Art, mit seinen Gegnern abzurechnen, für die man Seagal lieben gelernt hat, weicht hier einer gemäßigten, diplomatischeren Variante. Dafür kann man Seagal mal wieder in seinem Righteous-Preacher-Mode erleben, den man zum ersten Mal in ON DEADLY GROUND bewundern durfte: Er hält sogar eine Rede während eines Gottesdienstes, mit der er die Anwesenden aufrütteln möchte! Und diese Masche sorgt dann doch für diese Momente, wegen der man Seagal-Fan ist: Er versucht einen (an der Umweltverschmutzung erkrankten) Jungen aufzumuntern, er schmeißt sich an Sarah ran, die in der Stadt ein trauriges Außenseiterdasein führt, er repariert Verandas und Dächer und spielt zum ersten Mal in einem seiner Filme Gitarre (Vern weist in seinem unbedingt lesens- und besitzenswerten Buch „Seagalogy: A study of the ass-kicking Films of Steven Seagal“ darauf hin, dass sich in der Besetzungsliste viele Musiker befinden). Besonders awkward ist seine erste Begegnung mit Sarah, in der er seine Stimme nicht über ein eindringliches Flüstern erhebt, während sie ganz normal spricht. Wenn man Seagal also mag, dann ist dieser Film unumgänglich, aber ich würde ihn dennoch als den schwächsten Eintrag seiner Filmografie bis zu diesem Punkt bezeichnen. Er ist mir einfach eine Nummer zu träge, er braucht zu lang bis etwas passiert. Die Actioneinlagen sind dann zwar alle sehr nett (der Sturz eines Sattelschleppers über eine Klippe bleibt im Gedächtnis), aber auch sehr kurz und blutleer. Gleichzeitig ist FIRE DOWN BELOW aber auch nicht so Over-the-top kitschig und albern wie der folgende THE PATRIOT – mit Ausnahme des neongrünen Giftmülls, der sich am Ende über einige arme Bad Guys ergießt –, der mit seinem totalen Verzicht auf Action zugunsten eines introvertierteren Tons eine konsequente Weiterentwicklung dieses Films darstellt. FIRE DOWN BELOW sitzt etwas zwischen den Stühlen: Action interessierte Seagal offensichtlich nicht mehr so, ganz darauf verzichten wollte er aber auch noch nicht.

Gino Felino (Steven Seagal) ist ein Cop. Aufgewachsen in Brooklyn, als Sohn eines italienischen Einwanderers, der sein Geld als von Haus zu Haus wandernder Messerschleifer verdiente. Gino ist ein Kind der Straße: Er kennt sie alle, die ehrlichen Arbeiter, denen er sich verbunden fühlt, die Mafiosi, die er als Kind bewundert hat und von denen er als Detective weiß, dass man sich mit ihnen arrangieren muss, die Kleinkriminellen, die versuchen, mit Gaunereien über die Runden zu kommen. Er spricht ihre Sprache, weiß, was er sagen muss, was sie hören wollen, wie sie denken, was sie fühlen. Und auch wenn er jetzt auf der Seite des Gesetzes steht, diese Verbundenheit kann er nicht einfach abschalten.

Ginos Freund und Partner Bobby Lupo wurde auf offener Straße vor seiner Gattin und seinem Kind erschossen. Von Ginos und Bobbys gemeinsamem Jugendfreund Richie Madano (William Forsythe), der vom Crack begünstigt dem Größenwahn verfallen ist. Ginos Pflicht als Polizist ist es, Richie dingfest zu machen und ihn dem Gesetz zu übergeben. Doch der code of the streets, dem Gino sich immer noch verpflichtet fühlt, besagt, dass er Bobbys Tod als dessen Freund zu rächen hat. Sein Deal mit dem Vorgesetzten Donziger (der immer tolle Jerry Orbach in einer leider viel zu kleinen Rolle – vielleicht der einzige Schönheitsfehler in diesem Film): Gino verspricht, Richie so schnell wie möglich aus dem Verkehr zu ziehen, aber Donziger lässt es Gino auf seine Weise machen. (OUT FOR JUSTICE ist wie alle guten Actionfilme natürlich auch ein Film über stillschweigende Übereinkünfte zwischen Männern.) Jetzt muss er nur noch der Mafia zuvorkommen, denen das eigenmächtige und respektlose Treiben Richies selbst ein Ärgernis ist.

Es beginnt eine Jagd durch Brooklyn, aber keine offene: Richie weiß, dass er Freiwild ist – spätestens nachdem er eine harmlose Autofahrerin dafür erschießt, dass sie ihn als „Arschloch“ beschimpft hat -, kennt die Straßen des Viertels wie seine Westentasche und kann sich darauf verlassen, dass alle, die ihn verraten könnten, viel zu große Angst vor seinem Zorn und seiner manischen Unberechenbarkeit haben. Während er also seine Spur durch Brooklyn zieht, arbeitet Gino seine Kontakte ab. Seine Methode lautet „shock and awe“: Schrecken und Ehrfurcht. Demütigung, Beleidigung, Erniedrigung, herabsetzende Schläge, verbale Hiebe, Nötigung, Belästigung, mutwillige Zerstörung, Vandalismus. Wenn er die Gemüter entsprechend erhitzt hat, Prügel, Tritte, Knochenbrüche. Alles, um dem Ziel näherzukommen, die Mauer des Schweigens zu durchbrechen. Wenn er Richie schon nicht selbst gegenübertreten kann, so will er wenigstens unübersehbare Zeichen dafür hinterlassen, dass er ihm auf den Fersen ist. Psychologische Kriegsführung.

OUT FOR JUSTICE, vom unbesungenen Helden des Badass-Actionkinos John Flynn mit der Präzision eines Uhrwerks inszeniert, ist vielleicht der größte Film Seagals und neben Andrew Davis‘ Event-Blockbuster UNDER SIEGE auch der einzige, der völlig außerhalb des Seagal-Kontextes funktioniert. Ist der Film dank der Präsenz seines Hauptdarstellers und der splatterigen Effekte auch ganz klar als Vertreter des Actionkinos der späten Achtziger-/frühen Neunzigerjahre zu verorten, so verdankt er Flynn den Rückbezug auf den New Yorker Copthriller im Stil der Siebzigerjahre und damit nicht nur jene atemlos-gehetzte Atmosphäre, die einem das Ablaufen eines Countdowns vor Augen ruft, sondern auch ein Maß an Authentizität, das man nun nicht gerade mit Seagal assoziiert. Man fragt sich, warum er nicht häufiger als Non-Nonsense-Bulle eingesetzt wurde, denn gerade die Abwesenheit der sonst typischen mythologisierenden Seagal-Beigaben (CIA-Vergangenheit, Fernost-Philosophie, Aikido-Ausbildung), von denen nur die Mafia-Verbindung übrig bleibt, tut dem Film sehr gut

Die Stärken von Flynns Inszenierung treten vor allem im direkten Vergleich mit dem zuletzt gesehenen MARKED FOR DEATH deutlich hervor. Im Gegensatz zum genannten, unmittelbar vor OUT FOR JUSTICE entstandenen Film gelingt es ihm, Seagals Figur einen (sozialen) Rahmen zu geben, innerhalb dessen seine typischen Marotten und Manierismen nachvollziehbar und glaubwürdig sind. Die in meinem Text zu MARKED FOR DEATH beschriebene herablassende Art, die dort einzig durch seine tatsächliche Überlegenheit begründet war, wird hier motiviert, sie ist zweckgerichtet: Gino verhält sich gerade deshalb so, weil er eine Reaktion provozieren will, weil er weiß, dass es in dieser Situation, an diesem Ort, unter jenen Umständen eben jenes Mittel ist, dass ihm allein weiterhilft. Er benimmt sich wie ein Prolet, aber er ist sich dieser Tatsache vollauf bewusst. Und er hat die Fähigkeit, sein Verhalten zu hinterfragen und zu reflektieren.

Flynns Film ist ultrabrutal, aber er verkommt nie zur müden Gewaltschau, weil er weiß, dass Gewalt nicht bloß optischer Reiz sein, sondern vor allem Emotionen auslösen sollte: Ist Littles MARKED FOR DEATH ein bisschen wie die Achterbahn, die man sich von außen anschaut, sitzt man in OUT FOR JUSTICE im vordersten Wagen und sieht den nächsten Abhang auf sich zurasen. Das hier ist kein Spiel: Wenn Richie mit seinem Wagen den Weg einer Autofahrerin blockiert, von dieser beschimpft wird, daraufhin aussteigt und ihr auf offener Straße kurzerhand das Gehirn rauspustet, dann ist das nicht weniger als ein Angriff auf den Zuschauer, ein Verstoß gegen übliche Actionfilm-Konventionen und ein Hinweis darauf, dass die sonst gültigen Regeln hier außer Kraft gesetzt sind. Hier ist ab sofort alles möglich. Das zeigt sich auch im kongenialen Showdown. Seagal wird zwar  in fast allen seiner Filme als unüberwindbare, gnadenlose Tötungsmaschine dargestellt, es ist das, was ihn von „menschlicheren“ Actionhelden wie Stallone, Lundgren oder Van Damme unterscheidet, aber keiner hat diese Kombination aus äußerster Effizienz, brachialer Humorlosigkeit und der fast messianischen Selbstherrlichkeit, mit der die körperliche Bestrafung vollzogen wird, so pointiert ins Bild gefasst wie Flynn. Wenn immer wieder behauptet wird, Actionfilm böte ein Ventil für aufgestaute Aggressionen, dann ist die finale Auseinandersetzung zwischen Gino und Richie, bei der ersterer nicht einen Kratzer davonträgt, letzterer aber mit Genuss auseinandergepflückt wird, der Beweis für diese These. William Forsythe reduziert sich als Richie selbst auf eine Projektionsfläche für den geballten Zuschauerhass und ist großartig dabei. Der ganze Film ist eine einzige orgasmische Allmachtsfantasie.

Was OUT FOR JUSTICE über den Status des krachenden Actionfilms hinaushebt und ihn zum atemberaubenden Crime-Reißer macht, sind Flynns ausgesteller sense of place und sein immenses Gespür für Details, für die kleinen Akzente, die große Wirkung zeigen. Da gibt es diese Szene, in der Gino mit dem Wagen durch Brooklyn fährt, an einer Prostituierten vorbei, die ihn gänzlich unromantisch fragt: „Wanna fuck?“. Gino lacht darüber und fährt weiter, es ist ein durch und durch natürliches, ehrliches Lachen, man fühlt sich als sitze man neben ihm. Dann muss er wieder halten, nur ein paar Meter weiter, neben ein paar Obdachlosen, und er dreht sich zu ihnen und fragt sie „You hear what she said?“ und immer noch schmunzelnd fährt er weiter. Diese Szene hat keinerlei erzählerische Funktion, sie ist total unwichtig, aber sie konturiert den Ort „Brooklyn“ als einen, der auch außerhalb der Geschichte existiert, und Gino als einen Mann, der sich an diesem Ort wohlfühlt, dort hingehört, Bestandteil des Ganzen ist. Meisterlich auch die längere Actionsequenz, in der Gino die Gäste in der Billardkneipe von Richies Bruder aufmischt: weil sie schlicht brillant getimt ist (dieser Typ, den er immer wieder nur in die Telefonkabine schubst und dann die Tür zuzieht!) und die Action nicht bloß zur nackten Triebabfuhr dient, sondern dazu, Seagals Gino zu charakterisieren. Trotz ihrer Ruhe ungemein enervierend ist jene Dialogszene, in der Gino Richies Eltern zu Hause aufsucht, ein altes Rentnerpaar, um Hinweise über den Verbleib Richies zu erhalten, dem Vater langsam dämmert, dass Gino Richie für das, was er getan hat, umbringen wird, und Gino weiß, dass er von diesen alten Leuten, die ihm als Kind Kleingeld zusteckten, das Unmögliche verlangt.

Dann sind es wieder diese kleinen Kniffe, die Flynn einfach mal so aus dem Ärmel schüttelt, die aber riesige Wirkung entfalten: Da ist dieser kurze Moment während der Titlesequenz, Gino hat soeben einen gewalttätigen Zuhälter durch eine Autoscheibe geworfen, man sieht vom Fahrersitz des Wagens aus über die Beine des Gebeutelten hinweg durch die geborstene Frontscheibe nach draußen auf den vorbeihuschenden Seagal, der noch einmal einen kritischen Blick auf sein Werk wirft. Das Bild friert ein und gleichzeitig wird mit einem dumpfen Schlag sein Name eingeblendet, bevor eine Schwarzblende erfolgt und der Titel des Films erscheint. Dieser kurze Moment, in dem der Film noch einmal kurz innehält, um dem Zuschauer die letzte Gelegenheit zu geben, auszusteigen, hat mich mehr gekickt als die 90 Minuten von MARKED FOR DEATH.

Nachdem eine Razzia in Mexiko fehlschlägt und sein Partner schwer verwundet wird, zieht sich der DEA-Beamte John Hatcher (Steven Seagal) aus dem Beruf zurück, um sich im Schoße der Familie auf neue Tätigkeiten zu besinnen. Dummerweise macht sich in seinem Vorort von Chicago gerade eine Bande jamaikanischer Drogendealer unter der Ägide des dämonischen Screwface (Basil Wallace) breit. Als Hatcher in einen Überfall der Gang gerät und dabei einen von Screwface‘ Männern erschießt, gerät er in den Blick des Verbrechers. Nach weiteren Scharmützeln, aus denen Hatcher jedesmal siegreich hervorgeht, erklärt Screwface dessen Familie als „marked for death“ oder, wie es der deutsche Titel etwas weniger eingängig formuliert, für „zum Töten freigegeben“. Hatcher geht mit seinem alten Armeekumpel Max (Keith David) und dem jamaikanischen FBI-Agenten Charles (Tom Wright) in die Offensive. Doch Screwface hat sich längst wieder in Jamaika verschanzt …

MARKED FOR DEATH war Seagals dritter Spielfilm und mutete nach dem etwas mauen HARD TO KILL wie eine Wiedergutmachung an: Dwight H. Littles Film ist so dermaßen over-the-top, dass man das nur noch halb kopfschüttelnd, halb selig grinsend quittieren kann. Rassistisch bis ins Mark lässt er seine jamaikanischen Finstermänner im regredierten Patois fluchen und schimpfen (wenn De Palmas SCARFACE den Rekord für die meisten „fucks“ in einem Film hält, dann hat dieser hier die meisten „blood clots“), wobei sich vor allem der sich auch noch auf schwarze Magie verstehene Screwface hervortut, der mit seinen Reptilienaugen rollt, Gift und Galle spuckt in seiner Verachtung auf den weißen Hatcher und quasiphilosophische One-Liner am laufenden Band absondert, mit denen man gut jamaikanische Hasskekse füllen könnte, wenn es die denn gäbe. Mein Favorit: „Everybody want go heaven. Nobody want dead.“ Da muss sich Seagal mächtig ins Zeug halten, um mithalten zu können. Seine Ausbeute ist nicht ganz so groß, aber auch nicht zu verachten: Als er einen Mafiosi umlegt, der sich eben noch als „made man“ bezeichnete, kommentiert Seagal seinen Todesschuss nur furztrocken mit: „God made men“. Deutlich lieber lässt er aber Taten sprechen. Eine komplett wahnsinnige Sequenz spielt in einem großen Juweliergeschäft, in das Hatcher und Max bei einer Verfolgungsjagd eine Handvoll Ganoven gejagt haben – mit Autos durch die Scheibe wohlgemerkt und das auch noch während der Hauptgeschäftszeit. Es folgt eine denkwürdige Demonstration im Kaltmachen und Brechen von Gliedmaßen, die man zu jener Zeit so nur von Seagal zu sehen bekam (und die seitdem allerhöchstens von Tony Jaa in TOM YUM GOONG übertroffen worden ist). Screwface selbst muss aufgrund magischer Kräfte gleich zweimal gekillt werden: Begnügt sich Seagal beim ersten Mal noch mit einem Schwerthieb in die Eier und einer anschließenden Enthauptung, geht er danach noch weitaus weniger zimperlich mit dem Stehaufrastafari um, drückt ihm die Augen aus, bricht ihm das Rückgrat und schmeißt ihn in einen Fahrstuhlschacht, an dessen Boden er dann auch noch aufgespießt wird und somit garantiert nicht mehr auf die Idee kommt, noch einmal wiederaufzuerstehen. Little inszeniert das alles sehr zweckdienlich, aber ohne den ganz großen Schwung; er ist weder ein Andrew Davis (ABOVE THE LAW) noch ein John Flynn (OUT FOR JUSTICE). In seiner atemlosen Aneinanderreihung von Gewaltszenen geht außerdem etwas der dramaturgische Zusammenhang flöten: Die eigentlich sehr spannende titelgebende Prämisse wird in einer einzigen Sequenz abgefrühstückt und entfaltet so kaum Wirkung, Keith David ist als Hatchers alter Kumpel ebenfalls verschenkt. Vielleicht hätte man sich einfach von etwas Handlung verabschieden und den Film ganz konsequent als langen Showdown inszenieren sollen.

MARKED FOR DEATH ist also völlig entfesseltes Gewaltkino der ultrabrutalen Art – hat mich aber trotzdem etwas kalt gelassen. Ich habe mich in den vergangenen Jahren vor allem mit dem jüngeren Spätwerk Seagals beschäftigt und dessen Gangart funktioniert für Seagals Filmpersona meines Erachtens einfach besser, selbst wenn man einräumt, dass die Filme inszenatorisch nicht mehr so klar und manchmal ziemlich aufgeblasen sind. Seagals (nicht mehr ganz so) neue Unbeweglichkeit, die einem beträchtlich angewachsenen Körperumfang geschuldet ist, mag ihn als Actionhelden ungeeignet erscheinen lassen und die wenigen Actionszenen, die er noch bestreitet, zu einer Lachnummer degradieren: Zu seinem wizened veteran, auf den er sich seit einigen Jahren festgelegt hat und den er nicht einmal mehr auch nur leicht variiert, passt diese ungerührte, monolithische Statik, dieses überlegen-ungerührte Grinsen, mit dem er die Dinge betrachtet, deutlich besser. Wenn man ihn in MARKED FOR DEATH rennen sieht, mit seinen komischen manierierten und irgendwie weibischen Armbewegungen und den viel zu engen Hosen, ist das dem Respekt vor seiner Figur eher abträglich. Ähnliches gilt für diese ätzende herablassend-altväterliche Art, mit der er selbst seine Freunde bedenkt, ihnen großzügig aufmunternde Backpfeifen und Nackenschläge verpasst, und diese Selbstverliebtheit, die aus jedem seiner schmierigen Sprüche tropft: Einem in sich ruhenden Titan mit Granitfresse, der alles schon gesehen hat, gesteht man solche Ausfälle doch eher zu, sie wirken weniger peinlich als bei dem jungdynamischen Milchgesicht mit Pferdeschwanz, bei dem solche Angewohnheiten an einen stinknormalen Proleten denken lassen und eben nicht an den abgewichsten Profi. So geil also diese frühen Seagals auch sind: Seagal war damals noch weit entfernt von der ikonischen Figur, die er heute ist, hatte seine Persona längst noch nicht voll entwickelt. Man könnte diese frühen Filme auch als „Sturm und Drang“ bezeichnen. Mittlerweile ist Seagal in der Klassik angekommen.

Der mexikanische Agent „Machete“ (Danny Trejo) muss dabei zusehen, wie seine Frau vom Drogengangster Torres (Steven Seagal) umgebracht wird, die folgende, eigene Hinrichtung überlebt er jedoch und taucht Jahre später im politisch umkämpften texanisch-mexikanischen Grenzland auf der Seite der USA wieder auf. Dort wird er vom schmierigen Michael Booth (Jeff Fahey) beauftragt, Senator John McLaughlin (Robert De Niro) umzubringen, der einen elektrischen Grenzzaun errichten will, um illegale mexikanische Immigranten abzuwehren. Machete nimmt den Auftrag an, doch dann kommt ihm  bei der Erschießung jemand zuvor. Mithilfe der Polizeibeamtin Sartana (Jessica Alba) kommt er einem Komplott auf die Schliche, hinter dem niemand Geringeres als sein Erzfeind Torres steckt …

MACHETE ist, so viel sollte bekannt sein, das von einigen herbeigesehnte Spin-off eines zu GRINDHOUSE-Tagen frenetisch gefeierten Fake-Trailers von Robert Rodriguez, mit dem der Regisseur seinerzeit amerikanisch-mexikanischer Exploitation und dem Chicks-with-Guns-Subgenre Tribut zollte. Das Auswalzen dieses Trailers auf Spielfilmlänge gelingt Rodriguez vor allem dadurch, dass er seine Geschichte um den mexikanischen Supermann mit der Machete mithilfe vieler schillernder Nebenfiguren aufbläst. Durchaus zum Vorteil des Zuschauers: Die Auftritte von Robert De Niro, der hier zum ersten Mal seit x Jahren von seiner totgerittenen Masche des grimmigen Hardliners abweicht (OK, ein Hardliner ist er hier auch), von Don Johnson als Anführer einer Gruppe von Vigilanten, die die Grenze nach illegalen Einwanderern absuchen, oder von Seagal, der sich für weitere bizarre Schurkenrollen empfiehlt, lassen einem das Herz aufgehen und über das große, große Manko des Films hinwegsehen: Im Grunde seines Herzens ist Rodriguez nämlich ein richtiger Mainstreamer.

Wenn er in der Eröffnungssequenz das Bild mit entsprechenden Effekten auf alt trimmt, um das Siebzigerjahre-Bahnhofskino-Flair zu erzeugen, um das es in MACHETE ja nicht zuletzt geht, diese Sequenz dann aber mit deutlich als solchen zu identifizierenden CGI-Splattereffekten würzt, den erzeugten Eindruck somit selbst wieder zerstört, dann ist damit schon gesagt, woran es MACHETE mangelt: an Authentizität und einer gewissen Selbstdisziplin. Vom Kanon bizarrer Billigfilme, den ja auch Spezi Tarantino regelmäßig herunterbetet, hat sich Rodriguez vor allem bildlich inspirieren lassen: der tätowierte, vernarbte Ex-Federal-Agent mit Machetenvorliebe, der rassistische texanische Politiker, die heiße Blonde mit dem Vaterkomplex, die sich zum Schluss von der Hure in eine Heilige verwandelt (Lindsay Lohan überraschend freizügig), der griechische Hitman Osiris Amanpour (Tom Savini in einer Nebenrolle), die einäugige Amazone mit dem Riesenballermann (Michelle Rodriguez darf die Apotheose ihres eigenen Rollenklischees geben), der sonnenbebrillte Cowboy mit den Koteletten. Diese Figuren verquirlt Rodriguez zu einer Geschichte, die aller angeblicher Anstößigkeit zum Trotz erstaunlich glatt rüberkommt und nur wenig von der elliptischen, antiklimaktischen Holprigkeit jener Filme hat, die doch eigentlich referenziert werden sollen.

Diese Glätte kann man nicht zuletzt auf den Jessica-Alba-Charakter zurückführen, der dem eigentlichen Protagonisten Machete zur Seite gestellt wird, um dem Durchschnittskinogänger, der sich schwer tut, einen 60-jährigen, über und über tätowierten und verlebten mexikanischen Ex-Knacki, den er zudem nur aus Nebenrollen kennt, als Identifikationsfigur zu akzeptieren. Die Illusion, einen schmierigen Bahnhofskinofilm zu sehen, verflüchtigt sich spätestens, wenn Alba auf dem Bildschirm erscheint und langweilige Dialogszenen Exposition betreiben sollen, mit der sich die Vorbilder nie lang aufgehalten haben. Das ist typisch für den Film, der bei allem Exzess strukturell völlig steif und leblos wirkt, noch jedes kleine Plothole zu stopfen und alle Figuren mit einer schönen Motivation auszustatten versucht, anstatt sich um solchen wohlfeilen Quark einfach einen Dreck zu scheren.

Vielleicht tut man MACHETE aber auch Unrecht, wenn man ihn auf seinen Referenzcharakter reduziert. Seine Story, in der ein Mexikaner einen rassistischen Politiker umbringen soll, damit die US-amerikanische Wirtschaft weiterhin von den billigen Arbeitskräften, die illegale mexikanische Einwanderer nunmal sind, profitieren kann, ist deutlich brisanter, als es der vordergründig auf Spaß und Thrill gebürstete Film vermuten lässt. Ich habe mich streckenweise schon ganz gut amüsiert mit MACHETE, aber irgendwie fällt mir doch vor allem ein Wort zu ihm ein: Brav. Das ist denkbar weit am Ziel vorbei.