Mit ‘Ted DiBiase’ getaggte Beiträge

Während eines Urlaubs begleitet der in Südostasien stationierte Marine Joe Linwood (Ted DiBiase) seine Frau Robin (Lara Cox) zur Einweihung eines Luxus-Urlaubsresorts in Thailand, das ihr Chef Darren Conner (Robert Coleby) sehr zum Missfallen einer Gruppe terroristischer Separatisten hat errichten lassen, die den amerikanischen Imperialisten einen Denkzettel verpassen wollen. Sie stürmen die Anlage, nehmen die Gäste als Geisel und erpressen ein Lösegeld. Doch sie haben die Rechnung ohne Joe gemacht, der fest entschlossen ist, seine Frau aus den Fängen der Schurken zu befreien …

DIE HARD im Robinson Club: So oder ähnlich könnte man THE MARINE 2 in eine griffige Formel fassen. Die spektakuläre Kulisse wird von Reiné in tollen Bildern eingefangen, die denkbar einfach zusammenzufassende Handlung verkommt demgegenüber fast zur Staffage. Und am Ende der 90 Minuten wundert man sich, wie Reiné es geschafft hat, anlässlich dieser doch geradezu idealtypisch auf die Gelegenheit, viel kaputtzumachen, hinkonstruierten Handlung, der Versuchung zu widerstehen, THE MARINE 2 lediglich als endlose Ballerorgie zu inszenieren.

Ausufernde Actionszenen sucht man demzufolge vergebens, es dauert gut 25 Minuten, bis Reiné die Exposition hinter sich gebracht hat, und trotzdem darf man THE MARINE 2 als kleinen Triumph des B-Actionfilms ansehen, weil er Bilder von beeindruckender Klarheit schafft. Die Zeitlupensequenz, in der der Protagonist und ein weiterer Kämpfer zwischen explodierenden Handgranaten hindurch flüchten und ein wahrer Funkenregen über ihnen herniedergeht, kann ich nicht anders als „poetisch“ nennen. Solche Momente gibt es einige, die diesen kleinen Film im Rückblick als ziemlich groß erscheinen lassen. Genau erklären kann ich das auch nicht. Genauso wenig wie den Charme übrigens, der von Ted DiBiase ausgeht: Eigentlich könnte man dem böswillig unterstellen, auszusehen, als sei er von zu viel Anabolika verblödet. Ein Beefhead, wenn es jemals einen gab. Aber dann strahlt er auch wieder eine lausbubenhafte Unschuld aus – ein bisschen so, als hätte man den Kopf von Judge Reinhold auf den Körper von Ralf Möller verpflanzt –, die perfekt für den Film ist, dem die nihilistische Grimmigkeit anderer Actionfilme der letzten Jahre total abgeht. Rätselhaft, aber wunderschön.