savage streets (danny steinmann, usa 1984)

Veröffentlicht: November 10, 2008 in Film
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Die toughe Brenda (Linda Blair) macht mit ihrer Clique die Straßen des nächtlichen L. A. unsicher und zieht dabei den Zorn der „Scars“ auf sich, einer Dealerbande um den eklen Jake (Robert Dryer). Die rächen sich für einen gemeinen Streich auf ihre Art und Weise und vergewaltigen Brendas taubstumme Schwester Heather (Linnea Quigley). Doch damit noch nicht genug: Als Brendas Freundin von Jake ermordet wird, wird es sogar  Jakes wankelmütigem Kumpan Vince zu viel. Er gesteht Brenda die begangenen Schandtaten und treibt das gebeutelte Mädchen so zur blutigen Rache …

21_savage-streets-posterSAVAGE STREETS, der in einer herrlich gestalteten Doppel-DVD-Edition verfügbar gemacht wurde, wird auf dem Cover als weiblicher DEATH WISH gepriesen, als Sleazegranate von einigen Gnaden. Das stimmt, ist aber dennoch falsch. Das Tolle an SAVAGE STREETS ist nicht, dass er die geschürten Erwartungen lückenlos erfüllt, sondern welche Umwege er dazu nimmt. Regisseur Steinmann kommt eigentlich vom Pornofilm und sein bekanntester – und letzter – Film ist FRIDAY THE 13TH PART V: A NEW BEGINNING, der ja innerhalb der Serie auch schon sehr eigene Wege ging. SAVAGE STREETS hängt sich nun nicht an seinem Racheplot und den damit einhergehenden Gewaltszenen auf, sondern versucht sich über weite Strecken als Teenager-Drama. Es dauert lang bis Brenda sich auf die Jagd begibt, die dann auch relativ schnell wieder vorbei ist: Weitaus länger beobachtet Steinmann sie dabei, wie sie immer weiter in die Enge gebtrieben wird, sich der Druck von allen Seiten auf sie solange erhöht, bis sie keinen anderen Ausweg mehr sieht. Leider bleibt Steinmann dabei den bekannten Klischees verpflichtet, interessiert sich weniger für eine glaubwürdige Etablierung der Konflikte als vielmehr dafür, sie in grafischen Szenen eskalieren zu lassen. Es gibt recht viel nackte Haut zu begutachten, meist vollkommen selbstzweckhaft und alles andere als motiviert. Aber das erwartet man ja auch nicht unbedingt. Richtig böse und fies ist SAVAGE STREETS in seiner Vergewaltigungsszene und der finalen Jagd, sonst schrammt er meist haarscharf daran vorbei, unfreiwillig zur bunten Zirkusshow zu verkommen, die aber dafür nicht nur aufgrund des wirklich tollen Hardrock-Soundtracks, der von John Farnham veredelt wird, ziemlich kickt. Die Anfangssequenz auf den Straßen des nächtlichen L.A. sorgt für Stimmung, John Vernon (mal wieder als Schuldirektor) für schauspielerische Kompetenz, Linda Blair für Sleaze-Credibility, das Ende für Gänsehaut und Adrenalin, der Besitz der DVD letzten Endes zur vollkommenen Glückseligkeit. Und außerdem erbringt er Beweismaterial für die Enthüllung, dass sich Ex-Scream-Queen Linnea Quigley nach diesem Film und unmittelbar vor RETURN OF THE LIVING DEAD und SILENT NIGHT, DEADLY NIGHT die Hupen hat aufblasen lassen. Mit dem ausgesprochen knabenhaften Busen, den sie hier zur Schau trägt, wäre ihre Karriere wohl weniger erfolgreich – oder zumindest anders – verlaufen.

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