Mit ‘Drogen’ getaggte Beiträge

Hal Ashbys Filmografie in den Siebzigern kann sich mit denen der allergrößten Filmemacher messen: HAROLD AND MAUDE, THE LAST DETAIL, SHAMPOO, COMING HOME und BEING THERE zählen zu den Sternstunden des New Hollywood, zuvor hatte er bereits als Cutter Großes geleistet und etwa CINCINNATI KID, IN THE HEAT OF THE NIGHT, THE RUSSIANS ARE COMING! THE RUSSIANS ARE COMING! und THE THOMAS CROWN AFFAIR mit seiner Kunst veredelt. Die Akribie, mit der er diese Filme bearbeitete, sich teilweise tagelang im Schneideraum einschloss, zahlte sich zu Beginn seiner Karriere noch aus, später verhedderte er sich unter dem Einfluss seiner Lieblingsdroge Cannabis oft bei der Arbeit und hatte aufgrund seines Perfektionismus zunehmend mit Schwierigkeiten mit seinen Auftraggebern zu kämpfen. 8 MILLION WAYS TO DIE, den er nach einigen Flops inszenierte, sollte sein letzter Film werden. Vielleicht wäre die Kritik etwas freundlicher mit ihm gewesen, wenn sie gewusst hätte, das eine große Karriere kurz vor ihrem Ende stand. So floppte die erste Verfilmung eines Matt-Scudder-Romans von Lawrence Block aus der Feder Oliver Stones und wurde bis heute nicht wirklich rehabilitiert. Danach drehte Ashby noch zwei Fernsehfilme und eine Doku über die Rolling Stones, bevor ihn Leber- und Darmkrebs im Alter von nur 59 Jahren 1988 hinwegraffte.

Aber man muss auch konstatieren, dass 8 MILLION WAYS TO DIE in jener Zeit starke Konkurrenz hatte – und Ashby, ein echter Hippie, der in den Siebzigern aufblühte, in den Achtzigerjahren etwas verloren wirkte. Den Zynismus und die Kälte, die der Copfilm in diesem Jahrzehnt an den Tag legte, waren seine Sache nicht, und die Ankündigung, mit der der ab- und ausgebrannte Cop Scudder (Jeff Bridges) den Film im Stile des Noir eröffnet, kann Ashby nie so richtig einlösen. Los Angeles sei eine verlorene Stadt an der Grenze zu Chaos, in der es acht Millionen Wege gäbe, jeden Tag sein Leben zu verlieren, sagt Scudder, doch Ashby ist kein Untergangsprophet, sondern ein Mann der Hoffnung. Er war vielleicht wirklich der Falsche, um Stones Drehbuch – wie SCARFACE eigentlich eine Aufarbeitung von dessen Drogenvergangenheit – adäquat und mit letzter Überzeugungskraft zu verfilmen. 8 MILLION WAYS TO DIE hat seine Momente, darunter wirklich eine haarsträubend eskalierende Drogenübergabe-Szene und einen ziemlich furchterregenden Handlungssprung, aber er leider auch sehr antiklimaktisch.

Matt Scudder erträgt seinen Job nur, weil er immer mal wieder einen Schluck aus der Pulle nimmt. Nachdem er bei einer Razzia einen Verdächtige vor den Augen von dessen Familie erschießt, weil er einen Baseballschläger zückt und auf Scudder Kollegen losgeht, quittiert er den Dienst und stürzt dann spektakulär ab. Frau und Tochter sind danach weg, doch bei den Anonymen Alkoholikern macht er einen vielversprechenden Neuanfang. Bis er der Prostituierten Sunny (Alexandra Paul) begegnet, die ihn um Hile bittet. Sie gehört zum Stall des schnieken Zuhälters Chance (Randy Brooks), von dem sie sich lösen möchte, doch sie fürchtet um ihr Leben. Ihre Angst bewahrheitet sich: Sie wird vor den Augen des hilflosen Scudder umgebracht, der danach einen heftigen Rückfall in die Alkoholsucht erlebt. Chance indessen behauptet, mit dem Mord nichts zu tun zu haben. Der Verdacht des Ex-Polizisten fällt auf den Drogendealer Angel Maldonado (Andy Garcia), der in Chances Haus ein und aus geht …

8 MILLION WAYS TO DIE fängt mit einem großartigen Flug über die Freeways der Westküstenmetropole, in dessen Verlauf das Bild immer mehr kippt, bis es schließlich fast auf dem Kopf steht. Das Gefühl des Kontrollverlustes, das dieses Bild evoziert und das wahrscheinlich auch Stone mit seinem Script anstrebte, wird aber leider viel zu selten wirklich fühlbar. Ashby geht ein eher behäbiges Tempo und hat vielleicht auch zu viel Empathie, um seinen Protagonisten so richtig abschmieren zu lassen. Bridges ist als Scudder eminent sympathisch und trotz seiner Abstürze scheint er doch zu geerdet: Die Besessenheit, mit der er sich in diesen merkwürdigen Fall stürzt, habe ich ihm nicht so richti abgenommen. Sein Charakter kommt aus einer gänzlich anderen, sich echter anfühlenden Welt als etwa sein Gegenspieler Maldonado, ein Tony Montana im Westentaschenformat, immerhin aber mit schön schmierigem Zöpfchen, oder auch Sunny, eine typische Männerfantasie, die die Autoren des Film Noir deutlich besser hinbekommen haben. Und das Happy End – Scudder geht mit Sarah (Rosanna Arquette), einer anderen Nutte aus Chances Stall in eine wahrscheinlich bessere Zukunft – wirkt auch eher dem Zweck geschuldet als wirklich glaubwürdig.

Ein Reinfall ist 8 MILLION WAYS TO DIE trotzdem nicht. Er verfügt über gut aufgelegte Darsteller, eine schön schwüle Atmosphäre und zumindest zwei sehr denkwürdige Szenen. Wie Scudder ohne Vorwarnung im Krankenhaus aufwacht, nicht nur ihm, sondern auch dem Zuschauer mehrere Tage einfach fehlen, ist schon ein großer Wurf, dessen Wirkung vom klischierten Drumherum leider stark abgedämpft wird. Ich mag den Film schon, vielleicht gerade weil ich ständig das ungehobene Potenzial durchschimmern sehe. Es ist ein unperfekter Film über einen unperfekten Protagonisten von einem großen Filmemacher, für den sich die Dinge leider nicht so etwickelt haben, wie sie es hätten tun sollen und insofern wahrscheinlich auch sehr richtig so, wie er ist. Wer ein „L-A-Copfilm-der-Achtzigerjahre“-Special plant, sollte auch 8 MILLION WAYS TO DIE unbedingt mit ins Programm aufnehmen, ihn aber vielleicht nicht direkt vor oder nach TO LIVE AND DIE IN L.A. schauen.

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Was hat wohl Jonathan Kaplan gedacht, als er nebenstehenden Posterentwurf für seinen Film gesehen hat? Selbst wenn das Finale von OVER THE EDGE nicht gänzlich frei von den Mitteln des Kintopps ist – da explodieren dann Autos, wenn sie irgendwo gegenfahren oder mit dem Luftgewehr beschossen werden -, so stehen seine hehren Intentionen doch nie in Frage, ist er vom Vorwurf der sensationalistischen Ausbeutung seines Stoffes gänzlich freizusprechen. Das ist beim Thema „Jugendkriminalität“ keinesfalls selbstverständlich: In den Fünfzigerjahren gab es eine echte Welle von Filmen um Halbstarke, die mit Klappmessern fuchtelten, Haschgift spritzten, verrohenden Rock’n’Roll hörten, ihren Samen wild in der Gegend verteilten oder sich freimütig schwängern ließen. Diese Filme zielten längst nicht nur auf ein jugendliches Publikum ab, das sich von den Protagonisten auf der Leinwand repräsentiert sah, sondern natürlich auch auf Erwachsene, die ihre Vorurteile über die Jugend von Heute bestätigt sehen oder aber unter dem Deckmantel der Aufklärung unbehelligt Sex and Crime bestaunen wollten. Kaplans Film teilt mit dem Juvenile-Delinquency-Film viele Gemeinsamkeiten, geht aber sehr behutsam mit dem Thema um und  lässt keinen Zweifel daran, dass ihm seine jugendlichen Charaktere sowie ihre Sorgen und Nöte wirklich am Herzen liegen. Der weit überwiegende Eindruck ist dann auch einer von echter Sympathie und Verständnis. Kein Vergleich zu den „Vorbildern“, die ein oftmals unfrewillig komisches Bild von Jugend und Jugendkultur zeichneten und nie verbergen konnten, dass sie von Außenseitern erdacht worden waren.

OVER THE EDGE beruft sich mit einer Texteinblendung auf die eskalierende Jugendkriminalität in den USA der Siebzigerjahre und wurde von Ereignissen aus dem Jahr 1973 inspiriert. Die Drehbuchautoren Charles S. Haas und Tim Hunter (der später den ebenfalls fantastischen Jugendkriminalitätsfilm RIVER’S EDGE drehte) verfassten ihr Script laut eigenen Aussagen nach der Lektüre eines Zeitungsartikels über vandalisierende Jugendliche in einer Vorstadtgemeinde in Kalifornien. Der Grund für die Gewalt wird gleich zu Beginn des Films identifiziert: In der ins Nichts von Arizona gebauten Kleinstadt New Granada gibt es keinerlei Zerstreuung für die Heranwachsenden außer einem traurigen Jugendcenter, das längst unter ständiger Beobachtung der Polizei steht. Die Kinder konsumieren Drogen, weil sie sonst nichts zu tun haben, oder stellen irgendwelchen Unfug an: Die Erwachsenen sehen lediglich die schöne Ordnung ihres Vorstadtidylls gefährdet und reagieren mit Unverständnis und Repressalien, anstatt jemals nachzufragen, was ihre Brut denn eigentlich vermisst. Je mehr einer aus der Reihe tanzt, umso größer der Widerstand, umso heftiger wiederum die Gegenreaktion: eine gefährliche Spirale, die einmal in Gang gesetzt kaum mehr zu stoppen ist. So passiert, was passieren muss: Ein dummer Scherz endet mit der Erschießung des aufmüpfigen Richie (Matt Dillon), der den Fehler macht, eine (ungeladene) Pistole gegen den übermotivierten Polizisten Doberman (Harry Northup) zu heben. Während sich die Eltern infolge des Unglücks in der Schule versammeln, um zu überlegen, mit welchen Maßnahmen sie die Rebellen belegen können, versammeln diese sich vor dem Gebäude und hauen die Autos der Eltern zu Klump …

Kaplans Film lebt von der wüstenhaften Tristesse des wie vom Rest der Welt vergessenen Neubau-Albtraums in der brennenden Sonne, von seinen jugendlichen Darstellern, die angenehm authentisch agieren, und dem träge und ziellos wie der Alltag der Protagonisten mäandernden Plot. Auch wenn OVER THE EDGE merklich auf eine Katastrophe zusteuert, unterwirft er sich nicht krampfhaft einer geschliffenen Spannungsdramaturgie. Tatsächlich bleibt das alles bis zum Finale immer in einem realistischen Rahmen, selbst die Erschießung Richies vollzieht sich überaus lapidar und unspektakulär, eben so, wie solche Unglücksfälle immer passieren: Nicht mit schwellenden Streichern im Hintergrund und als punktgenau getimter Höhepunkt einer minutiös orchestrierten Kettenreaktion, sondern einfach so, dumm, unnötig, tragisch. Eben war er noch da, jetzt nicht mehr. Das Finale von Kaplans Film suggeriert die Möglichkeit eines Happy Ends: Vielleicht haben die Eltern ja doch verstanden, dass ihre Kinder keine undankbaren Terroristen sind, dass sie lediglich eine Möglichkeit der Entfaltung wollen – und brauchen. Fürs erste aber wandern sie für ihre Entgleisung in den Jugendknast. „Things are gonna get easier“ singt Valerie Carter am Schluss in einer Coverversion der Five Stairsteps: Kaplans Hoffnung ist ehrlich, aber leise Zweifel kann auch er nicht ganz wegwischen.

 

 

In den späten Achtzigern und frühen Neunzigern war Wings Hauser ein treuer Weggefährte der jungen Produktionsschmiede namens PM Entertainment. Für Richard Pepin und Joseph Merhi durfte er auch seine ersten Regiearbeiten absolvieren. COLDFIRE war sein Debüt, ihm folgten wenig später LIVING TO DIE und THE ART OF DYING. Wings Hauser agierte als Schauspieler immer an der Klippe zum Overacting, aber er beherrschte die Gratwanderung perfekt, verlieh auch generischen Produktionen stets einen Hauch von Unvorhersehbarkeit, Extravaganz und Klasse. In COLDFIRE spielt er nur eine Nebenrolle: Er fungiert als eine Art Mentor für die beiden Protagonisten, zwei heißspornige Jungcops, die für ihre unbekümmerte Art einen Einlauf nach dem anderen bekommen, und er agiert, wie es die Rolle erfordert, sehr zurückgenommen. Es scheint so, als habe er seine sonstige Manie ganz in die Regie gelegt: Mit COLDFIRE peilt er brodelnde Intensität an, aber aufgrund des mickrigen Budgets und des beknackten Drehbuchs wirkt das alles lediglich hoffnungslos überdreht und albern. Was ja auch nicht so schlecht ist.

Der Drogenmarkt von L.A. soll mit einer neuen Designerdroge namens „Coldfire“ geflutet werden: Sie verspricht ihren Nutzern ein unbeschreibliches High, nachdem sie dann wieder völlig klar sind. Die Wahrheit sieht anders aus: Wer die Droge genommen hat, kann bei Nervosität, Aufregung oder Angst noch Wochen später zum Amokläufer werden. Die beiden Freunde und Jungcops Jake (Michael Easton) und Nick (Kamar de los Reyes) werden auf den Fall angesetzt und finden heraus, dass hinter Coldfire ein Exilrusse steckt, der die USA mithilfe der Droge von innen heraus zersetzen will …

Wie so viele der frühen PM-Filme will auch COLDFIRE alles auf einmal sein. Die Handlung macht so viele Twists und Turns, dass man Schwierigkeiten hat, zu bestimmen, wer denn nun eigentlich die Hauptfigur ist, geschweige denn sagen zu können, was das eigentlich für ein Film sein soll. Zunächst scheinen Jake und Nick lediglich zwei Nebenfiguren, bevor Jake dann zum Zentrum avanciert, nur um zum Schluss wieder ins zweite Glied zurückzutreten und Nick den Vortritt zu überlassen. Auf dem Weg dahin werden bisweilen melodramatische Töne angeschlagen, Charaktere und Beziehungen eingeführt, die dann überhaupt keine Rolle mehr spielen. Allein das Hin und Her zwischen den beiden Bösewichten, dem Russen Groska (Albert Cutt) und dem amerikanischen Drogenzar Sheldon (Addison Randall), ist ein Faszinosum, das zu durchschauen nahezu unmöglich ist. Nur um mal einen Überblick zu geben, womit sich COLDFIRE neben seiner eigentlichen Geschichte befasst: Zu Beginn diskutieren zwei Cops ausführlich über eine Quotenregelung im Polizeidienst, dann hat Jake eine traurige Auseinandersetzung mit seinem inhaftierten Vater. Nick indessen streitet sich mit seiner schwangeren Frau, weil er fürchtet, dass die Freundschaft zu Jake ihm die Karriere kostet. Lars (Wings Hauser) flirtet mit der Wissenschaftlerin Dr. Tate, Jake hingegen mit der hübschen Ellen (J. Cynthia Brooks), die in der Umkleide Stepptanz übt und unter Ohnmachtsanfällen leidet, seitdem ihr Partner in einem Hinterhalt erschossen wurde. Ein wichtiger Teil des Plots befasst sich mit der draufgängerischen Art Jakes, der sich in einer Ermittlungsszene auch noch als chamäleonartiger Akzentimitator und Schauspieler erweist. Ein kleiner, eigentlich völlig unwichtiger Drogenverkäufer taucht am Ende noch einmal auf und soll dann für tragische Untertöne sorgen.

Ein einziges Kuddelmuddel zwar, aber immerhin kann man COLDFIRE nicht vorwerfen, er sei langweilig. Es passiert immer irgendwas und dass die ganze Porduktion gnadenlos unterfinanziert ist, trägt zu ihrem unbeholfenen Charme bei. Herrlich etwa das Luxusdinner, dass sich die bösen Big Shots da gönnen, zu viert an einen Tisch für maximal zwei gequetscht. Später gibt es noch eine geile Szene, bei der sie sich mit ihren versammelten henchmen treffen und einige aufgrund akuten Platzmangels auf dem Kaminsims platznehmen müssen wie Schulkinder. Eine echte Schau ist auch Getz (Robert Viharo), der Vorgesetzte der Cops, der einmal einen absolut Oscar-verdächtigen Tobsuchtsanfall bekommt, dabei fast an seinem Zigarrillo erstickt und den verhassten Jake einfach so aus dem Auto schmeißt. Kamar de los Reyes hingegen hat eine Megaszene, als er im nächtlichen Garten mit gut eingeöltem Oberkörper Martial-Art-Posen einnimmt. Fighten darf er aber den ganzen Film nicht, was nur ein weiteres Beispiel für die erfrischende Impulsivität des Vehikels ist, das im Showdown nochmal vom Leder zieht und mit zwei obdachlosen Frauen, die „Amazing Grace“ singen, sogar eine richtig schöne Idee hat. Für Fans.

Derzeit abeite ich mich durch die Schimanski-Tatorte. Leider kein allzu vergnügliches Unterfangen, stößt die Figur doch schnell an ihre Grenzen. Die Reihe erreicht ihren Höhepunkt nach einigen schönen, noch eher kleinen, aber auch etwas unspektakulären Filmen zu Beginn ca. Mitte der Achtziger, als die Autoren die richtige Mischung aus Ruhrpott-Realismus und deutscher Action fanden und mit ZAHN UM ZAHN dann ja auch einen erstklassigen Actionfilm ins Kino brachten. Doch dann kippt das Ganze, Georges Schimanski nimmt immer mehr Raum ein, die Geschmacksverirrungen der Achtziger tun das Übrige. ZABOU ist wahrscheinlich der Kulminationspunkt, der Augenblick, in dem das ganze Konstrukt auf dem Gipfel des Erfolges krachend implodiert. Der Film ist wirklich ein einziges Ausbund an Idiotie, nur schwer zu ertragen und Fremdscham-induzierend, dann aber auch wieder sehr faszinierend in seinem geradezu grotesken Versagen. Als würde ein teurer Sportwagen mit voller Absicht, schreiender Todesverachtung und koksverschmierter Nase mit 240 km/h vor einen Brückenpfeiler gesetzt.

„Zabou“ ist der Künstlername von Connie (Claudia Messner), der weiblichen Sensation im Sunflash, einem Edelpuff, den Schimanski im Verdacht hat, als Front des Rauschgiftsyndikats zu dienen, das die Straßen Duisburgs (die manchmal von den Straßen Wuppertals gedoubelt werden: Schwebebahn) mit Crack flutet. Brisanz bekommt diese Konstellation dadurch, das Connie auch die Tochter der Frau ist, mit der Schimanski vor über zehn Jahren eine glückliche Liebesbeziehung führte, bevor er dann – ganz bindungsunwilliger loner – kehrt machte. Weil er sich immer noch als ihr Vater fühlt, setzt er alles daran, sie aus dem Sumpf herauszuholen – was am Ende zu einer dramatischen Erkenntnis führt.

Let’s face it: Schimi, der Rurpottbulle mit dem Schnäuz und dem Parka, der bei Millionen von Fernsehzuschauern beliebt bzw. berüchtigt für seine ungehobelten Umgangsformen war, dessen Hauptnahrungsmittel Currywurst und Bier waren, und der in jeder Episode eine neue, jüngere Freundin begatten durfte, ist ein absolut miserabler Polizist – und darüber hinaus auch noch ein ziemlicher Softie. Das ahnte man auch schon vorher: George interpretierte den Cop immer wieder als sentimentalen Träumer mit dem Herz eines liebesbedürftigen Buben, der zwar oft „Scheiße“ sagt, aber eigentlich viel hilfloser und verzweifelter ist als sein ewiger Sidekick Thanner (Eberhard Feik). Er fühlt sich wahrscheinlich als Rocker, trägt Cowboystiefel, hat ein Motorrad im Flur stehen und immer eine Dose Pils im Kühlschrank, aber dann trällert er ständig den von Klaus Lage geschriebenen Joe-Cocker-Titelsong vor sich hin. (Wahrscheinlich würde man ihn nicht beim Motörhead-Konzert, sondern bei Wolfgang Petry oder Pur treffen.) In ZABOU modelliert man ihn mit aufgeknöpftem Unterhemd ganz wie zuvor in ZAHN UM ZAHN wieder nach dem Vorbild Stallones (der hier auch einmal in Form eine COBRA-Plakats „Hallo“ sagt), aber verglichen mit Cobretti ist er doch nur ein Schoßhündchen.

Hajo Gies versucht alles, um mit der Actionkonkurrenz aus Übersee mitzuhalten, lässt Schimanski Verfolgungsjagden absolvieren, „auf eigene Faust“ und „am Rande der Legalität“ kämpfen, sich mit einem ganzen Syndikat anlegen, Kollegen niederschlagen, auf fahrende Boote springen, aber er hat keine Chance gegen das haarsträubend idiotische Drehbuch, das jede schlechte Idee durch eine noch schlechtere zu übertreffen sucht. Das beginnt schon mit dem beknackten Hut, den Thanner trägt, und setzt sich fort in der Blödheit, mit der sein Protagonist agiert und von einer Bredouille in die nächste schlittert. Aber das ist noch nichts gegen die vollkommen fehlgeleitete Liebesgeschichte zwischen dem Helden und seiner Ziehtochter: Nach jahrelanger Funkstille mutet sein eiserner Wille, sie zu „retten“, geradezu krankhaft an und wenn es dann tatsächlich zu einer – gnädigerweise nur angedeuteten – Sexszene kommt, ist alles aus. Kopfschüttelnd sitzt man vor der Glotze und fragt sich, wie dieser Schwachsinn das grüne Licht beommen konnte. Lange vor dem Helden weiß man schon, wie das alles ausgehen wird, was seine andauernde Ahnungslosigkeit nur noch schlimmer macht.

Der Schluss setzt allem die Krone auf: Erst bequatscht Schimanski seine Zabou während ihrer Darbietung im Edelpuff, führt mit ihr einen peinlichen Dialog, bei dem die anderen Gäste doof daneben stehen und sich das ganze Spektakel mitansehen, statt den nervtötenden Störenfried einfach rauszuschmeißen. Dann feiert er seinen großen Coup, als er endlich die Drogen findet und den armen Thanner daraufhin vor Freude mit toten Fischen übergießt. Die Polizisten, die seine Razzia begleiten, sind so dämlich, sich von zwei bewaffneten Schergen überraschen zu lassen und dann endet alles mit einem auf Dramatik gebürsteten Showdown, dessen Wirkung ob der Hirnrissigikeit der ganzen Prämisse wirkungslos verpufft. Man könnte bewundern, wie schundig das alles ist, eigentlich nicht die unsympathischste Eigenschaft für einen deutschen Actioner, aber dafür fehlt ZABOU leider die spielerische Leichtigkeit und das Bewusstsein für seine Grenzüberschreitungen. Er hält sich, glaube ich, tatsächlich für großes Kino. Was für ein Trugschluss.

Die Dokumentation SICK: THE LIFE AND DEATH OF BOB FLANAGAN, SUPERMASOCHIST war beim letzten Mal eines der Highlights unseres kleinen Festivals des menschenverachtenden Films (wenn auch mit seiner lebensbejahenden Botschaft und liebenswerten Protagonisten streng genommen deplaziert), und auch bei der neuen Ausgabe war der Dokuslot wieder hervorragend (und diesmal absolut stimmig) besetzt: Die Sichtung von Lucifer Valentines BLACK METAL VEINS werde ich so schnell nicht vergessen, was vom Regisseur so auch intendiert war, wie er zu Beginn per Schrifttafel erklärt (also natürlich nicht, dass er wollte, dass ich den Film nicht vergesse, sondern allgemein, is klar?). Über einen Zeitraum von sechs Monaten besuchte er eine Wohngemeinschaft junger Heroin- und Cracksüchtiger, filmte ihren geistigen und körperlichen Verfall sowie ihre Bemühungen, ihr vergeigtes Leben als „gewählt“ zu erklären. Er lässt sich erzählen, warum Heroin und Crack so fantastisch sind, aus welchem Elternhaus sie stammen, was mit ihren Kindern passiert ist, was sie vom Leben und von anderen Menschen halten, und hält voll drauf, wenn sie sich Nadeln in alle möglichen Körperteile jagen, Crack rauchen, ihre diversen Deformationen zeigen, kotzen, wegdösen oder sich gegenseitig fingern und ficken.

Die Protagonisten sind Brad, ein Black-Metal-Musiker, der einmal seine Gebissruine sowie seine grotesk verwachsenen Fußnägel vorzeigt, auf den Drogentrichter kam, als er seiner schwerkranken Mutter die Schmerzmittel klaute und einwarf, und nun langsam aber sicher dem Ende entgegentaumelt. Seine Selbstzerstörung gibt er als eine Art Philosophie aus, mit Vorliebe fingert er eine ebenfalls abhängige Freundin, die sich als Stripperin und Prostituierte verdingt, wenn sie im Heroinrausch auf der Couch döst. Wenn er fertig ist mit ihr, lässt er sie einfach liegen wie eine Puppe. Dann ist da die junge Raven, mit 15 und 17 Mutter geworden, das Sorgerecht natürlich verloren. Die Haut an ihrem Bauch hat sich nach der Schwangerschaft nicht mehr richtig zurückgebildet, hässliche Falten umrahmen ihre Kaiserschnitt-Narbe, ihre Brüste sind wie zwei leere Beutel. Ihr Verfall während des Films ist schrecklich: Die Haare sehen stumpf und strohig aus, sie ist über und über mit Pickeln und Pusteln bedeckt, in ihrer Achselhöhle wächst ein Abszess, wahrscheinlich, wie sie erklärt, weil das Gift in ihrem Körper herumschwebt und einen Ausgang sucht. Sie hat einen Freund, einen Soldaten, der klassische Fall eines bequemen enablers: Er nimmt selbst keine Drogen, versteht auch nicht, warum sie das tut, hängt aber trotzdem mit ihr und ihren Freunden rum, fickt sie einmal als sie vollkommen weggetreten ist. Brad hilft ihm dabei sie in die richtige Position zu legen. Man fragt sich, was jemand an dieser menschlichen Ruine finden kann, wie es ihm überhaupt gelingt, für sie noch eine Erektion zustande zu bringen. Es gibt noch einen Chris, aber der verschwindet nach ca. 20 Minuten aus dem Film. Eine Texttafel erklärt, dass er bei einem fehlgeschlagenen Drogendeal erschossen wurde: in Kopf und Herz.

Am Schluss kommen auch noch Brads Vater und Mutter zu Wort. Er gesteht, seinen Sohn zu lieben, aber er möchte nichts mehr mit ihm zu tun haben. Und sie ist selbst eine labile, schwerkranke Person, die dem Werdegang ihres Sohnes vollkommen hilflos gegenübersteht, aber ahnt, dass sie ihm vielleicht nicht das richtige Rüstzeug mit auf den Weg gegeben hat. Die gängigen Erklärungsversuche bleiben aus, man hat eine Ahnung, dass in der Erziehung etwas schwer schief gegangen ist, sieht aber auch, dass das nicht der einzige Grund für diese Komplettverwahrlosung sein kann.Der Film endet mit dem Hinweis, dass Brad nach diversen Überdosierungen in einer psychiatrischen Anstalt gelandet ist, Raven ist möglicherweise tot, vielleicht an einer Überdosis gestorben, während ihr „Freund“ sie vergewaltigte. BLACK METAL VEINS wird da nicht ganz deutlich. Schlechtes Gewissen?

Valentine greift als Regisseur nie sichtbar ins Geschehen ein, er bleibt ein gleichwohl intimer Beobachter, nur ein oder zweimal hört man ihn. Der Film ist visuell sehr einfach gehalten, auf DV gedreht, zweckmäßig in der Optik, aber dafür mitunter sehr rasant geschnitten. Auf der Tonspur gibt es infernalisches Keuchen zu hören, industrielles Dröhnen, Black Metal Ambient gewissermaßen. Valentines Absichten sind eindeutig. Doch neben dem harten, ungeschönten, deprimierenden und zum Teil schlicht abstoßenden Inhalt, der die meisten Drogenfilme in den Schatten stellt, wirft BLACK METAL VEINS auch einige nicht weniger unangenehme Fragen zur Verantwortung und Rolle eines Dokumentarfilmmachers und der Wechselwirkung auf, die zwischen ihm und seinen Objekten besteht. Wenn Valentine den Missbrauch an den bewusstlosen Frauen filmt, fängt er wahrscheinlich einfach nur einen Teil der Lebensrealität in diesem Haushalt ein, aber ein ungutes Gefühl bleibt. Spätestens bei der Vergewaltigung Ravens, die Blut spuckt, während sie von hinten genommen wird, macht sich der Regisseur der unterlassenen Hilfeleistung schuldig. Die Befürchtung, dass die Protagonisten von der Kamera angemacht werden und so angeheizt noch eine Schippe drauflegen, kann nicht vollständig verdrängt werden. Dass für Brad und Konsorten eh jede Hilfe zu spät kommt, sie entschlossenen Schrittes in den Untergang gehen, ist keine Entschuldigung. Aber Valentines fragwürdige Methoden ändern auch nichts daran, dass BLACK METAL VEINS ein erschütterndes, nachhaltig wirkendes Dokument ist. Wer meint, dass Heroinsucht irgendwie heroisch oder gar sexy sei, dass dieser Lebensstil etwas mit selbstbestimmtem Hedonismus zu tun hat, der hat den Schuss nicht gehört. Brad zitiert einmal Aleister Crowleys Leitsatz „Do what thou wilt shall be the whole of the law“, angeblich seine Lebensmaxime. Aber Brad und seine Freunde tun nicht, was sie wollen. Sie tun, was die Droge will. Und sie ist nicht ihr Freund.

Der Amerikaner Cliff Adams (John Schneider) arbeitet als Pilot für den kolumbianischen Drogenboss Reyes (Federico Luppi), der die Militärpolizei auf seiner Seite weiß. Tatsächlich steht Cliff aber im Dienste der DEA und versucht, dem Verbrecher das Handwerk zu legen. Die Reporterin Janet Meade (Kathryn Witt), pikanterweise seine Exfreundin, sowie der Demokrat Vilalba (Juan Vitali) stehen ihm in seinem Kampf bei …

Einer von vielen kleinen, aber dennoch mit guten Production Values ausgestatteter Actionfilme, die in den Achtzigern in die Kinos kamen oder wenigstens in den Videotheken landeten. COCAINE WARS, in Deutschland unter dem Titel AMERICAN SCORPION auf VHS erschienen, ist einer von ihnen: In seinen Actionszenen etwas unspektakulär, aber dafür an Originalschauplätzen gedreht und gleichermaßen mit guten Darstellern besetzt wie mit einem Drehbuch ausgestattet, das die ganze Story durchaus authentisch erscheinen lässt. Dreh- und Angelpunkt des Films ist aber John Schneider, der als Cliff eine Riesenshow abzieht: Der ehemalige „Duke of Hazzard“ rennt mit zauseliger Struwwelmähne, buschig ausgewachsenem Schnauz und ausgelatschten Nikes rum, hat ständig eine Kippe in der Fresse und verliert Coolness und große Klappe auch dann nicht, wenn er von Reyes‘ Schergen mit Elektroschocks behandelt wird. Ihm zusehen zu können, ist schon die halbe Miete. Das übersieht man auch gern, dass COCAINE WARS mit der Action eher sparsam umgeht. Eigentlich kracht es erst zum Showdown so richtig, aber mich hat das gestern nicht gestört, weil der Film trotzdem gut Tempo macht. Selbst wenn nicht pausenlos rumgeballert wird, ist doch immer irgendwas los. Es ist einer dieser Filme, bei denen man Lust bekommt, eine Fluppe zu rauchen und Schnaps aus der Pulle zu saufen.

Mir hat das gut gefallen. Klar, einen Teil seines Charmes verdankt COCAINE WARS der Tatsache, dass es einfach herrlich ist, diese alten Videothekenfilme heute in HD-Qualität sehen zu können, sich darüber zu freuen, dass man überhaupt die Gelegenheit hat, solchen Kram lang nach Überschreitung des Verfallsdatums zu Gesicht zu bekommen. Und wenn solches Comfort Food einem dann auch noch einen John Schneider beschert, der seine Rolle vereinnahmt, als wäre er geboren worden, sie zu spielen, dann ist das schon mehr als genug. Irgendwie geil.

Dieser Film mit dem verheißungsvollen internationalen Verleihtitel CANNIBAL MERCENARY ist schierer Exzess in allen Belangen. Er beginnt mit einer Schrifteinblendung, die verkündet, das Folgende seien die Erinnerungen eines Mannes, der den Krieg nicht vergessen könne. Man sieht diesen Mann dann auch gleich auf seiner Pritsche liegen, mit leerem Blick gegen die Decke starren, an der ein Ventilator kreist. Schon nach wenigen Sekunden ist klar: An großen Vorbildern mangelt es nicht, hier wird nicht einfach nur für knackig-kurzweilige Action-Unterhaltung gesorgt, nein, hier wird ein Statement gemacht und gnadenlos nach Hause gehämmert. Zwischen dem Bedürfnis einerseits mit beiden Fäusten ordentlich auf die Kacke zu hauen, andererseits aber auch ein niederschmetterndes Drama über die Conditio humana zu drehen, hat der Regisseur zwar mehr als einmal den Überblick verloren, aber wer will es ihm verdenken? 104 Minuten dauert dieser Hobel, die Orientierung hatte ich aber schon nach fünf verloren: Ein Voice-over vertont die Erinnerungsfetzen des Protagonisten (Alan English), der wohl eine an Polio erkrankte Tochter hat, die man dann auch in einer Rückblende zu Gesicht bekommt. Für den weiteren Verlauf von EMPLOY FOR DIE spielt das keine weitere Rolle: Nur die erste zahlreicher verwirrender Finten oder aber übrig gebliebener Reste eines ursprünglich mal geplanten Filmes. Der Held nimmt dann eine Mission an, die schließlich die eigentliche Handlung ausmacht, aber was nun eigentlich Gegenwart und Vergangenheit bzw. Erinnerung ist, muss man eher durch Ausschlussverfahren erörtern, als dass die Inszenierung dies wirklich klar macht. Dass meine Version nicht nur eine grauenhafte englische Synchro aufweist, sondern auch krasse Farb- und Qualitätswechsel, macht es nicht eben leichter herauszufinden, was Hong Lu Wong sich bei all dem wohl gedacht hat.

Fakt ist aber, dass er ein Vertreter des „Mehr ist mehr“ ist: Nach der kurzen Exposition wird da gute 90 Minuten durch den Busch gekraucht und ein Massaker nach dem anderen veranstaltet. Ständig gibt es irgendwelche kleinen Konflikte, die dann sehr unvermittelt enden, nur um dem nächsten Platz zu machen, Figuren, die aufwändig eingeführt werden, nur um dann auf eine Art und Weise abserviert werden, die in keinem Verhältnis zum zuvor um sie veranstalteten Brimborium steht. Das Drehbuch ist bis zur Unterkante Oberlippe so vollgestopft, dass sich schnell Abstumpfung breit macht und auch inszenatorisch kennt Wong kein Halten: Da hagelt es Leoneske Close-up-Schnittgewitter, die einfach nicht enden wollen, und wenn EMPLOY FOR DIE dann endlich zum Ende kommt, wird auch das noch einmal gnadenlos ausgewalzt. Passend dazu taumelt der Film auch in seinen Gewaltdarstellungen von einer Geschmacksverirrung zur nächsten. Seinen Höhepunkt findet er in einer Szene, in der einer der Söldner vom Schurken, einem vietnamesischen Drogenbaron, und seinen Schergen bis zum Hals vergraben wird: Der Bösewicht hämmert ihm ein Messer in die Schädeldecke und lässt seine kannibalistischen Horden dann das herausquellende Hirn fressen. Dazu dröhnt der planlos zusammengeklaute Soundtrack, auf dem unter anderem Goblins Totentanz aus DAWN OF THE DEAD einen Gastauftritt feiert, ohne jede Modulation beständig auf oberstem Erregungsniveau und raubt einem den letzten Nerv, der aufgrund der ständigen Hektik eh schon arg strapaziert ist.

Als bizarre Kuriosität ist EMPLOY FOR DIE durchaus sehenswert: einer jener ultrabilligen Namsploitationer aus Asien, bei denen man nicht genau weiß, ob das jetzt nun totaler Ramsch oder nicht doch Avantgarde ist. Der Name Thomas Tang huscht durch die Credits und lässt Kenner schon erahnen, was ihnen da bevorsteht. Erratischer und konfuser als hier geht es eigentlich nicht mehr. Ein Fazit fällt schwer: Wirklich anschauen im Sinne von aktiv rezipieren kann man sich das Teil eigentlich nicht, zumindest nicht in der mir vorliegenden Fassung, aber das Chaos hinterlässt schon einen bleibenden Eindruck. Vielleicht ist es sogar genial, einen Film über den Wahnsinn des Krieges so zu realisieren: Es gibt keinerlei Form, EMPLOY FOR DIE durchläuft in jeder Sekunde seiner 104 Minuten einen eigenen Zerfallsprozess.