Mit ‘Martial Arts’ getaggte Beiträge

Es gibt nicht allzu viele wirklich stichhaltige Argumente, aber irgendwie mag ich THE PERFECT WEAPON, mochte ihn auch schon damals, obwohl die 18er-Freigabe Dinge versprach, die der Film dann nicht einhalten konnte oder wollte. Ich kann mir nicht helfen, aber ich habe einfach ein Faible für diese unterambitionierten Videofilme, die aus unerfindlichen Gründen auf der großen Leinwand landen, in einem akuten (und sympathischen) Anfall von mangelndem Urteilsvermögen der sonst alle Register der Markt- und Zielgruppenforschung ziehenden und sich damit vor knallenden Flops absichernden Studios. Möglicherweise glaubte man bei Paramount tatsächlich, mit Speakman einen neuen Seagal an der Angel zu haben: Anders lässt sich die Tatsache, dass sie diesem in Martial-Arts-Kreisen zwar respektierten, aber dennoch eher persönlichkeitsarmen Langweiler mit einem Multi-Film-Deal ausstatteten (der dann aber nach dem nur mäßigen Abschneiden von THE PERFECT WEAPON schnell platzte wie eine Seifenblase). Nicht falsch verstehen: Speakman macht seine Sache schon ganz ordentlich, schauspielerisch wahrscheinlich sogar besser als so mancher Kollege, aber er bringt nur wenig jener unverwechselbaren Eigenschaften mit, die ein Actionheld nun einmal braucht. Auch der Film, den man um ihn herum gebaut hat, ist auffallend unauffällig: eine Heimkehrer-und-Rache-Geschichte, wie man sie in diesem Genre schon tausend Mal gesehen hat, meist sogar mit spektakuläreren Fights, halsbrecherischeren Stunts, fieseren Brutalitäten, hassenswerteren Schurken und überlebensgrößeren Helden. Was THE PERFECT WEAPON seinen billigen Brüdern im Geiste voraus hat, ist sein überaus gediegener Studio-Look: Die Paramount-Backlots wurden voll ausgenutzt und verleihen dem Film eine leicht künstliche, mitunter märchenhafte, mithin eben echte Hollywood-Anmutung, die nur wenig später ausschließlich den wirklich großen Blockbustern vorbehalten war.

Regisseur Mark DiSalles claim to fame ist der deutlich bekanntere und beliebtere KICKBOXER, der nicht nur Jean Claude van Damme in der Hauptrolle, sondern mit dem fiesen Tong Po (Michael Qissi) auch einen wirklich legendären Schurken des Prügelfilms aufbietet (vor kurzem gab es ein Remake). Da kann THE PERFECT WEAPON nicht mithalten, auch wenn er sich anstrengt und neben Professor Toru Tanaka auch noch Cary Hiroyuki-Tagawa als Bösewicht aufbietet. Wahrscheinlich wird man ihn aber vor allem wegen der Verwendung von Snap!’s Megahit „The Power“ in Erinnerung behalten, der gleich zu Beginn eine Solo-Kenpo-Darbietung von Schwarzgurt Speakman untermalt. Sekunden später wird sein Held Jeff Sanders am Telefon mit einem Überfall auf seinen väterlichen Freund Kim (Mako) konfrontiert, dem er dann kurz entschlossen zu Hilfe eilt. Anstatt weiter auf die Tube zu drücken, bremst DiSalle das Tempo unerklärlicherweise und baut eine ellenlange, mehrteilige Rückblende ein, die uns erklärt, wie Jeff einst von Kim in die Kenpo-Schule von Meister Lo (Seth Sakai) gebracht wurde, wie er anschließend die Kampfkunst lernte und dann denn Sündenfall erlebte, als er einen fiesen Schulbully krankenhausreif schlug. Hier liegt dann auch der Quell für einen in der Gegenwart des Films immer noch schwelenden Konflikt mit Jeffs strengem Armypapa und seinem jüngerem Bruder, dem er damals zur Hilfe eilte. Zurück in der Heimat gilt es also nicht nur, die fiesen koreanischen Gangster zu vertreiben, die Kim erst belästigen, dann töten, sondern auch mit sich und seiner Familie ins Reine zu kommen. Kennt man schon? Ja, stimmt, macht aber nix.

Diese Zeit, die Jahrgänge ’91/’92 markierten für das Actionkino einen Übergang. Es war die letzte Phase, in der die Studios uns darbende Actionfans mit diesen (mittel)groß produzierten Kloppern verwöhnten, wie wir sie in den Achtzigern lieben gelernt hatten. Wenig später verlagerte sich dieser ganze Bereich dann auf den Videomarkt, während sich der Actionfim zum familientauglichen Eventfilm mit immer weiter aufgeblasenen Budgets entwickelte (witzigerweise basiert Jan De Bonts SPEED – einer der größten Action-Kassenschlager der mittleren Neunziger – auf einem Script, das ursprünglich für Speakman gedacht war). OUT FOR JUSTICE, MARKED FOR DEATH, SHOWDOWN IN LITTLE TOKYO, PASSENGER 57, STONE COLD, A.W.O.L., MCBAIN, DOUBLE IMPACT: Hier war die Welt noch in Ordnung. THE PERFECT WEAPON kann mit diesen Titeln nicht ganz mithalten, aber er ist dennoch aus demselben Holz geschnitzt. Ein Relikt der Achtziger, das sich in die Neunziger verirrt hatte. Ich liebe einfach diese Brüche in der Filmgeschichte, diese Umbruchsmomente zwischen den großen Phasen, in deren Schwerelosigkeit plötzlich Dinge entstehen, die sich später kaum mehr einorden lassen. Jeff Speakman ist in dieser Geschichte so etwas wie ein tragischer Held: Wäre THE PERFECT WEAPON nur ein paar Jahre früher entstanden, hätte er vielleicht tatsächlich eine lukrative Karriere als Actionheld erleben dürfen, so hatte die Paramount aber nach nur einem Film keine Verwendung mehr für ihn und er verabschiedete sich nach dem noch mit einem limitierten Release bedachten STREET KNIGHT schnell in den DTV-und Pay-TV-Bereich, ohne dort jedoch den Kultstatus zu erreichen, den sich dort so mancher Martial Artist erarbeitete. Hier im Blog kann man immerhin noch etwas über DEADLY OUTBREAK lesen.

 

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Jeff Wincott (mit zurückgeslickten Haaren und knöchellangem Mantel) ist der Polizist Sean Thompson: Nachdem er zu Beginn als Penner getarnt einen Waffenhandel platzen lässt – gemeinsam mit Kollegin Billie Blake (Cynthia Rothrock) -, wird er zum Detective befördert und in das Revier von Captain Krantz (Billy Drago) versetzt. Hier trifft er einen alten Akademie-Kumpel wieder, der wenig später in einem anscheinend selbstverursachten Autounfall verunglückt. Thompson glaubt natürlich nicht an einen Unglücksfall und beginnt zu ermitteln: Er kommt dem schurkischen Unternehmer Hamilton (Paul Johansson) auf die Schliche: Er hat eine Menge Dreck am Stecken, schmiert die Polizei, treibt Frauen in die Prostitution, betreibt MMA-Fights im Hinterzimmer seiner Bar und ist auch sonst ein echtes Arschloch …

Typische DTV-Kickbox-Action aus den frühen Neunzigern, genauso gut oder schlecht wie die meisten anderen Titel aus jener Zeit auch, idealer Stoff für einen lauen Videoabend also, bei dem man am besten einen ganzen Stapel solcher Hobel zur Verfügung hat und dann wechseln kann, wenn man Abwechslung braucht. MARTIAL LAW II ist sauber produziert, hat mit Wincott und Rothrock zwei Hauptdarsteller, bei denen es zu den ganz großen Weihen nicht gereicht hat, die aber doch sympathisch rüberkommen und ihre Fights adäquat absolvieren. Es gibt deutlich miesere Titel in diesem Segment, aber für die Spitze reicht es auch nicht.

Das Manko, das die meisten dieser mittelguten Actiongülle-Dinger mit sich bringen: Actiontechnisch geht tatsächlich eher wenig. Auch wenn sich die Figuren alle zehn Minuten mit Roundhouse-Kicks die Fresse polieren, richtig spektakulär oder gar spannend ist das selten. Das hat zum einen damit zu tun, dass diese Filme meist ultragenerisch sind, man immer weiß, was als nächstes kommt und erst gar keine Überraschungen versucht werden, zum anderen aber auch damit, dass die Inszenierung eher vom Typ „Ärmel hoch und in die Hände gespuckt“ ist. Kamera aufgestellt und drauf losgefilmt, echte Finessen oder gefährliche Stunts stellten wahrscheinlich ein zu großes Risiko dar. Das manische Geprügel – jede Kneipenschlägerei artet immer gleich zum MMA-Spektakel aus – ist auf Dauer eher ermüdend und führt zu nichts. Es ist eine richtiggehde Wohltat, wenn im Finale, das natürlich in einer Fabrik mit den obligatorischen Rohren, von der Decke hängenden Ketten, Treppen und Metallstegen stattfindet, endlich mal die Pumpgun ausepackt und für blutige Einschüsse verwendet wird. MARTIAL LAW II: UNDERCOVER ist OK, amüsant vor allem, wenn man sich an den ewig gleichen Klischees erfreuen kann, mehr aber auch nicht.

Meine Liebe zum generischen DTV-Actionkino muss ich hier nicht mehr groß ausbreiten. Auch MISSION OF JUSTICE ist wieder so ein „Werk“, das mein Herz gar nicht wirklich erobern muss, weil es sich meiner grundsätzlichen Sympathie schon sicher sein kann und nur noch die schwungvolle Abfolge von gut abgehangenen Plotklischees, Kampfszenen, steingesichtigen Schurken, liebenswerter Drehbuchidiotie und budgetbedingter Limitierung zu liefern braucht. Wer den Exploitationfilm hingegen vor allem deshalb schätzt, weil er immer auch ein großes Experimentierfeld und Filmemachern fernab der großen Studios Möglichkeiten der Selbstverwirklichung bot, der kann MISSION OF JUSTICE  links liegen lassen. Inszenatorisch zieht Barnett nicht die Butter vom Brot, visuell betrachtet war Meister Schmalhans Küchenmeister und C-Lister Jeff Wincott ist auch nicht gerade der Martial-Arts-Gott, von dem man jeden Roundhouse-Kick gesehen haben muss. Aber der Film hat mich mit der unaufgeregten Art, mit der er seine hanebüchene Story darbietet, trotzdem mühelos eingefangen.

Im fiktiven Örtchen Eastgate (gedreht wurde in eher anonym aussehenden Teilen von L.A.) verrichtet der tapfere Cop Kurt Harris (Jeff Wincott) seinen Dienst: Sein auf Konflikt gebügelter Vorgesetzter Duncan (Christopher Kriesa) legt ihm aber immer wieder Steine in den Weg. Die grassierende Gewalt auf den Straßen macht sich auch Dr. Rachel Larkin (Brigitte Nielsen) zunutze: Mit dem Erfolg ihrer „Mission of Justice“, einer Mischung aus Bürgerwehr und Sekte, deren Philosophie auf ihren eigenen Lebenshilfe-Ratgebern fußt (Yin-Yang inklusive), will Larkin sich zur Bürgermeisterin wählen lassen. Eines ihrer Werkzeuge ist der ehemalige Schwergewichtsweltmeister Cedric Williams (Tony Burton), auch ein Kumpel von Kurt: Seine Popularität will sie für sich ausschlachten, doch der alternde Boxer hat keine Lust mehr auf ihre miesen Geschäfte. Es kommt, wie es kommen muss: Als der vom Dienst suspendierte Harris von der Ermordung des Freundes erfährt, schleust er sich in die „Mission of Justice“ ein …

Die Inhaltsangabe liest sich schon wie die zu tausend anderen Filmen und so setzen sich die Déjà Vus auch auf der Mikroebene der Handlung fort: Supercop Kurt (Muskelshirt, Lederblouson und Wildleder-Cowoboystiefel zur Jeans) hat die Faxen dicke von den ständigen Gängeleien, von doofen Regeln und nachsichtigen Richtern. Nachdem er seinen Job geschmissen hat, besucht er das Gym seines alten Freundes Cedric, um erst einmal ordentlich zu pumpen. Kaum hat er das schäbige Etablissement verlassen, tauchen Larkin und ihre Schergen auf (darunter der hünenhafte Matthias Hues) und machen kurzen Prozess mit Apollo Creeds Ex-Trainer. Natürlich wird die Tat von einem der sogenannten „Peacemaker“ der „Mission of Justice“ beobachtet, doch der traut sich nicht, an die Öffentlichkeit zu gehen, weil die teuflische Larkin ein perfides Netz aus Überwachung und Strafe gesponnen hat. Wenn Kurt vom Tod von Cedric erfährt, begießt er die Trauer mit Whiskey und herzt das Foto, das ihn mit dem Freund zeigt. Das Vertrauen von Larkin erschleicht er sich, weil just im Moment seiner Bewerbung drei Rockertypen auftauchen, um Ärger zu machen, von Kurt aber mit Fausthieben und Tritten ruhigestellt werden. Bis zur Enttarnung der Schurkin, die auch vor dem Mord an einem alten Mütterchen nicht Halt macht (der Oma des Zeugen), gibt es die üblichen Versatzstücke: Kurt hat eine brutale Aufnahmeprüfung zu bestehen, er schleicht auf der Suche nach Beweisstücken in der Firmenzentrale herum, manipuliert eine Überwachungskamera und findet ein belastendes Video (das der Einfachheit halber unmissverständlich beschriftet ist). Außerdem geht er mit den anderen Peacemakern auf Tour durchs Viertel und räumt bei der Gelegenheit ein bisschen auf: Der Actionhöhepunkt des Films ist eine ausgedehnte Keilerei in einer illegalen Autowerkstatt, bei der unter anderem auch Kettensäge, Bohrer und Hebebühne zum Einsatz kommen und die kein Ende zu nehmen scheint.

Was MISSION OF JUSTICE an Finesse und Feinschliff vermissen lässt, macht er mit Einsatz wieder wett: Die choreografisch eher mittelprächtigen Fights steigern sich zu wahren Prügelorgien, bei denen die „Helden“ jede Hemmung verlieren und die erschrockenen Gesichter ihrer Gegner wie Irre mit Schlägen bearbeiten. Des Eindrucks, dass da so Einiges kompensiert wird, kann man sich nur schwer erwehren. Schön auch, dass Gleichberechtigung hier nicht nur ein Lippenbekenntnis ist: Die beiden kämpfenden Damen des Films – Kurts Partnerin Lynn (Karen Sheperd) und Larkins „Analystin“ Erin (Cyndi Pass) – gehen mit derselben Blutgier aufeinander los wie ihre männlichen Kollegen. Der Augenblick, in dem Lynn einen Schreibtisch zu Hilfe nimmt, um für einen eingedrehten Sprungkick in die Fresse ihrer Kontrahentin den richtigen, die Wirkung maximierenden Einfallwinkel zu bekommen, war vielleicht mein persönliches Highlight des Films. Aber die armselig kopierten Schwarzweiß-Wahlposter, die Larkin und den abgehalfterten Ex-Boxer zeigen und der große Coup ihres Wahlkampfes sein sollen, sind auch ziemlich toll. Und das alles präsentiert Barnett ohne Augenzwinkern, anscheinend ohne jedes Bewusstsein für die inhärente Absurdität seiner Geschichte und ihrer Klischees. Das ist einfach wunderbar.

Die New Yorker Polizistin und Martial-Arts-Lehrerin China O’Brien (Cynthia Rothrock) lässt sich von einem Zweifler zu einem Straßenkampf überreden: Doch die vermeintlich eingeweihten Gegner erweisen sich als echte Gewalttäter und am Ende muss China einen von ihnen erschießen. Reuevoll legt sie ihr Amt nieder und besucht ihre Heimat irgendwo im Mittelwesten, wo ihr Papa (David Blackwell) Sheriff ist. In dem Örtchen ist nichts mehr wie früher: Der fiese Geschäftsmann Sommers (Steven Kerby) hat ein System der Korruption errichtet, gegen das es kein Mittel zu geben scheint. Als Papa und Bruder einem Mordanschlag zum Opfer fallen, stellt sich China zur Wahl als neuer Sheriff. Gemeinsam mit ihrem Freund Matt (Richard Norton) und dem Loner Dakota (Keith Cooke) will sie mit dem Gesindel aufräumen …

Regisseur Robert Clouse wird für seinen ENTER THE DRAGON immer einen Platz in der Filmgeschichte haben, auch wenn sein Beitrag zu diesem Film weniger entscheidend gewesen sein mag als der seines Stars Bruce Lee. Danach kamen noch ein paar okaye, meist ganz nett besetzte Exploiter – BLACK BELT JONES, GOLDEN NEEDLES,  THE ULTIMATE WARRIOR, THE AMSTERDAM KILL und der hübsche Hundehorror-Film THE PACK -, die aber schon nur noch wenig von dem psychedelischen Charme des Bruce-Lee-Klassikers hatten und meist etwas trist und angestaubt daherkamen. Mit dem grotesk in die Binsen gegangenen Lee-Vehikel GAME OF DEATH, einem aus Resten zusammengestückelten Etwas, ging die große Talfahrt los. Ich danke dem Universum für die Existenz eines Films wie GYMKATA, aber ein Filmemacher, der noch alle Sinne beisammen hatte, hätte den gewiss niemals gedreht. Danach war, wenig verwunderlich, fünf Jahre Pause und dann kam CHINA O’BRIEN, der gleich back to back mit dem Sequel gedreht wurde.

Das Logo der Golden Harvest Group sollte die Hoffnungen nicht allzu hoch schnellen lassen: CHINA O’BRIEN ist ein billig runtergekurbelter Klopfer für die Videothekenkundschaft, mit einem Plot, dessen weiteren Verlauf man bereits nach wenigen Minuten punktgenau vorhersagen kann. Die Fights sind kompetent, wenngleich bieder und uninspiriert heruntergefilmt und das gilt für das ganze Vehikel, das ästhetisch nur ganz knapp oberhalb eines waschechten Amateurfilms rangiert. Alles ist fruchtbar schrabbelig und unansehnlich, ohne aber auf ansprechende Art und Weise dreckig zu sein. Gut, die Klamotten und die Frisuren waren anno 89/90 nunmal so, aber hier sind ja auch die Menschen, die darin stecken bzw. darunter hervorschauen, von bemerkenswerter Unattraktivität. Noch nie ist mir aufgefallen, dass Richard Norton eine ausgesprochen putzige Knubbelnase hat und im Originalton zudem einen sehr dusselig klingenden Aussie-Akzent. Cynthia ist ja eigentlich ganz süß, kommt mit ihrem wippenden Bubikopf und den weiten Pluderhosen und Blousons in den Kampfszenen aber rüber wie ein überdrehtes Kind und nicht wie die gnadenlose Fighterin. Keith Cooke verströmt als einziger so etws wie Coolness, aber er hat ja auch lange schwarze Haare, eine Lederjacke, ein Stirnband und ein Motorrad. Easy.

Dann dieser „politische“ Subplot um Chinas Wahlkampf: Wie sie da amatuerhaft kopierte Wahlzettel an Strommasten tackert, Kinder und Menschen für sich einspannt, die auf den Plakaten noch nicht einmal ihren Namen richtig schreiben können („China O’Brian“), oder ihren Matt vorschickt, um Summers‘ Leute unter dem Jubel der Massen zu verdreschen, ist von rührender Naivität. Nachdem sie dann die Wahl gewonnen hat, stattet sie jeden jugendlichen Proleten mit einem Deputy-Stern aus: Na, herzlichen Glückwunsch! Den Vogel schießen die völlig überzogenen Sound-FX ab: Jeder harmlose Schwinger wird da mit einem „swoosh“ untermalt, die Schläge krachen wie Pistolenschüsse, dabei werden da doch nur ein paar bierbäuchige Bierkutscher verdroschen. Das ist wahrscheinlich das Schönste an dem Film: Seine Zeichnung organisierten Verbrechens ist hoffnungslos albern, provinziell und unglaubwürdig. Man fragt sich die ganze Zeit: Was gibt es in diesem Kaff eigentlich zu holen für diesen Summers, das er nicht auch mit legalen Mitteln erreichen kann? Eine befriedigende Antwort darauf gibt es nicht. Vielleicht ja im zweiten Teil.

1986 war die Welt des Actionkinos noch in Ordnung, in den USA und in Hongkong. Wenn man sich heute David Chungs international als IN THE LINE OF DUTY bekannten No-holds-barred-Brecher im Kino ansieht, wird man auf eine Art und Weise überrollt, wie man das gar nicht mehr gewohnt ist. Ja, heutige Actionfilme mögen größer, teurer aufwändiger und vielleicht auch bildgewaltiger sein: Der schieren Power eines solchen Werks, bei dem alle Beteiligten anscheinend nichts anderes im Sinn hatten, als sich und ihre Kollegen umzubringen und auf dem Weg dahin noch möglichst viel Sachschaden anzurichten, haben sie wenig bis nichts entgegenzusetzen.

Der alberne Humor – hier die reichlich stelzbockhaften, in heutigen #metoo-Zeiten mehr denn je fragwürdigen Avancen, die der niedliche Jungcop Michael (Michael Wong) der unwilligen Michelle (Michelle Yeoh) entgegenbringt -, meist Anlass für kontroverse Diskussionen und für viele westliche Zuschauer die bittere Pille des Hongkong-Kinos, die geschluckt werden will, scheint mir tatsächlich zwingend notwendig, um die rohe Physis, die Chung in den irrwitzigen Actionszenen zelebriert, überhaupt verkraften zu können. Bekäme man nicht zwischendurch die Gelegenheit, mit den Augen zu rollen, kurz abzuschalten oder sich vielleicht gar über ein paar Infantilismen zu ärgern, es wäre kaum auszuhalten. Es fällt bei dem entfesselten Tempo, das diese Filme fahren, der Leichtfüßigkeit seiner Darsteller, ihrer tänzerischen Eleganz und der Sportlichkeit der Inszenierung kaum auf, aber wenn dann die Credits rollen, fühlt man sich tatsächlich wie ein Punching Ball – oder einer der Protagonisten nach dem nicht enden wollenden Finalfight, bei dem in einer Tour ausgeteilt und eingesteckt wird. So flüchtig IN THE LINE OF DUTY inhaltlich sein mag: Er hinterlässt tiefe Spuren.

„Selbstüberbeitungslogik“ ist ja eigentlich ein Begriff, den man am ehesten mit den neuen Strategien des Eventkinos in Verbindung bringt. Nur dass die Überbietung heute, wo ganze „Universen“ aufgebaut werden sollen, mehr und mehr auf den nächsten und übernächsten Film verschoben wird. WONG GA JIN SI fängt indessen bildlich gesprochen im Sportwagen auf der Überholspur an und endet mit zwei auf Schallgeschwindigkeit fliegenden Düsenjets, die als Geisterfahrer durch den Feierabendverkehr heizen, in ihrem Innerem ein Haifischbecken, in dem sich tollwütige Berserker mit Kettensägen duellieren, an den Tragflächen gen Null tickende Zeitbomben. Eigentlich ist man schon zur Halbzeit völlig bedient von der wahnsinnigen Geschwindigkeit, aber dann gibt es immer noch einen obendrauf, wird der Adrenalinspiegel immer weiter nach oben gepusht, bis der Hippothalamus Muskelkater bekommt.

Wie das alles möglich war, begreift man heute gar nicht mehr: Bei einer Verfolgungsjagd werden immer mehr Autos durch die Gegend geschmissen, nur weil es geht, bei einem Wahnsinnsstunt fliegt ein Stuntman von einem rund 30 Meter hohen Haus und knallt dann in ein Glasdach. Beim Showdown werden x Sprengsätze hochgejagt, denn ein Finale mit Explosionen ist geiler als ohne, logisch. Und dann sind da noch die Keilereien, die wirklich nicht so aussehen, als hätten die Darsteller Rücksicht aufeinander genommen. Und weil alles so schön ist, sieht man es aus fünf verschiedenen Perspektiven, orwärts, rückwärts und in Zeitlupe. Und trotzdem rafft man es nicht. Nur geil.

Es ist eine Binsenweisheit, aber was Film auf der großen Leinwand anrichten kann, sieht man hier, an einem Jahrhundertfilm wie IN THE LINE OF DUTY: Zu Hause auf dem Fernseher, damals von VHS oder meinetwegen auch heute von digitalen Medien, da war Chungs Film schon ein korrekter Spaß, gut für das ein oder andere anerkennende „Hoho“ oder einen offenen Mund. Im Kino, umgeben von begeisterungsfähigen Menschen, die Lust haben, sich mal so richtig in den Arsch treten zu lassen, wird das Ganze zum transzendentalen Erlebnis. Und zumindest für ein paar Tage meint man, den besten Film der Welt gesehen zu haben. Hat man ja auch.

Während sich seine Kollegen von der singenden Zunft noch in Lustspielen und ähnlichen Klamotten verdingten, z. B. aus der Schmiede der LISA-Film, da wandelte Christian Anders auf den Spuren des damals immer noch schwer angesagten Bruce Lee. Der Karatekämpfer Anders schrieb und inzenierte den vielleicht ersten echten deutschen Kung-Fu-Film – und spielte auch noch die Hauptrolle darin, because who else? Was sich anhört wie ein drogeninduzierter Fiebertraum, kann Menschen, die Anders‘ zweite Regiearbeit kennen, den schier unglaublichen Sektensexfilm TODESGÖTTIN DES LIEBESCAMPS, zwar nicht mehr so richtig schocken, aber DIE BRUT DES BÖSEN hat dennoch die Wirkung eines Handkantenschlags gegen den Kehlkopf.

Anders ist Frank Mertens (was wahlweise „Fränk Mertens“ oder „Frank Mörtens“ ausgesprochen wird), Leiter einer Karateschule, die er von seinem weisen Meister Takimura übernahm, nachdem dieser auf mysteriöse Art und Weise ums Leben gekommen war. Die Schüler bewundern ihn und schauen zu ihm auf, vor allem die schöne Ingrid (Maribel Martin), die auch als Sekretärin der Schule fungiert. Doch dann kommt eines Tages der fiese Zweg van Bullock (Deep Roy) des Weges und plant, direkt gegenüber seine eigene Kampfsportschule aufzumachen. Franks Etablissement ist ihm dabei natürlich im Wege, also hetzt der dem Blondschopf seine Häscher auf den Leib. Als alle Versuche nicht fruchten, schickt der Schurke – der natürlich auch für den Tod Takimuras verantwortlich ist – die rassige Cora (Dunja Rajter) vorbei: Frank lässt sich nicht lang bitten: Und sitzt wenig später im Knast, weil man Heroin bei ihm gefunden hat …

DIE BRUT DES BÖSEN wird gegen jede Wahrscheinlichkeit und die Sabotageversuche der Realität von der schieren Willenskraft seines Schöpfers zusammengehalten. Christian Anders legt sich voll ins Zeug, flext die Muckis, wirft böse Blicke, schreit, faucht, keift, spendet Trost, trauert, droppt Wisdom-Bombs auf die andächtig lauschenden Schüler, reißt politisch unkorrekte Zwergen-Sprüche, ist ein guter Kumpel und rastet am Ende schließlich total aus. Das große Vorbild hat er genau studiert, kopiert Lees Trademarks bis ins Detail und kommt dabei gar nicht mal so schlecht weg. Sein Film hat einen wunderbar kruden Charme, der nicht zuletzt daher rührt, dass er sich geografisch nicht so recht verorten lässt. Gedreht wurde der Film in Spanien und einmal heißt es auch, man befände sich in Madrid, aber weder nutzt Anders die Kulisse der spanischen Hauptstadt für pittoreske Establishing Shots – was ja durchaus naheliegend gewesen wäre -, noch wird sonst irgendwie auf den Handlungsort eingegangen: Da ist also dieser Deutsche (?) namens Frank Mertens, der ausgerechnet in Madrid die Karateschule eines verstorbenen Japaners betreibt und darüber in Clinch mit dem Inder (?) van Bullock (?) gerät, dessen Reichtum aus nicht weiter spezifizierten Geschäften stammt, wahrscheinlich dem Betrieb einer megaerfolgreichen Kampfsportschule in Belfast. Friss oder stirb. Und man tut es.

Ganz einfach deshalb, weil DIE BRUT DES BÖSEN sich nicht lang mit Kinkerlitzchen aufhält, sondern seine tausendfach erprobte Story zielstrebig, ohne falsche Ambitionen und mit sperrangelweit offenstehendem Hosenlatz abspult. Man ist sich hier wirklich für nichts zu schade, kein Plotbaustein ist zu doof, um ihn nicht auch noch zu verwerten, wenn er denn passt. Warum will van Bullock unbedingt einer Kampfsportschule aufmachen? Warum muss es unbedngt an diesem Ort sein? Egal! Und wenn der Mertensfrank sich weigert, mitzumachen, beschmeißt man ihn einfach mit einem Berg von Geld, den dieser, edelmütig wie er ist, auch noch ablehnt! Bei einer Friedhofskeilerei wird ein bisschen die Nebelmaschine angeworfen, der Showdown spielt im Wald mit Rauschebach. Frank Mertens Schule besteht aus zweieinhalb Zimmerchen, dem Kampfraum, einer Umkleide und einem Bürokabuff. Abends räumt er das Karateequipment weg und baut ein Bettchen auf. Der Eingang ist eine mit den Buchstaben „FM“ beschriebene Doppel-Schwingtür tritt, die mich ein bisschen an das Restaurant aus der Sesamstraße erinnert hat.

Der Hinweis auf die Kindersendung ist eh treffend, weil der Film einer durch und durch kindlichen Logik verpflichtet ist, selbst wenn es um Heroin geht oder van Bullock sich am Hintern der scharfen Cora reibt. Die Moral von der Geschicht ist, dass die Bösen böse sind und deshalb Böses tun und die Guten das Gegenteil davon. Den großen Vorbildern wird mit viel Spucke und Ehrgeiz nachgeeifert, aber was am Ende dabei rumkommt, ist meilenweit daneben. Am meisten gilt das für die Kung-Fu-Fights, die furchtbar unelegant und unbeeindruckend daherkommen und belegen, dass das reine Beherrschen einer Kampfkunst noch nicht ausreicht, sie auf Film adäquat darzustellen. Ob man das auch selbst gemerkt hat? Christian Anders spielt gänzlich ohne Augenzwinkern: zum Glück, denn sein Frank Mertens muss so geradeaus und echt sein wie ein Tritt in die Nüsse, voll brennenden Zorns und mit festem Gerechtigkeitssinn. Aber Deep Roy und Fernando Bilbao, Darsteller von van Bullocks hünenhaftem Gehilfen Komo, lassen stark vermuten, dass die Beteiligten sehr genau wussten, was sie da taten. Besonders ersterer dreht gnadenlos auf und hatte allem Anschein nach viel Spaß daran, einen schön überzeichneten Bösewicht zu geben. In einer meiner Lieblingsszenen versucht Komo, den armen Frank mit einem goldenen Rolls Royce zu überfahren. Unauffälliger geht’s nicht.

Sechs lange Jahre mussten wir auf die Fortsetzung zu UNDISPUTED 3: REDEMPTION warten. Eine elend lange Zeit, in der sich das damals noch florierende DTV-Actionkino stark verändert hat. Das Ende von Blockbuster Video und der Aufstieg von Streamingdiensten wie Netflix oder Amazon Prime Video haben dem klassischen DTV-Film den Gar aus gemacht. Konnten sich Freunde des Actionfilm eine Zeit lang über regelmäßige, tolle Veröffentlichungen freuen, darunter solche Masterpieces wie UNIVERSAL SOLDIER: REGENERATION oder UNIVERSAL SOLDIER: DAY OF RECKONING, war auf einmal Schicht im Schacht. Einer der Haupt-Leidtragenden neben dem Fan selbst: Isaac Florentine, der in den 2000er-Jahren zu einem der wichtigsten Action-Auteurs avancierte und anscheinend nichts falsch machen konnte, im Jahrestakt tolle Filme herausbrachte. Zuletzt war damit Feierabend und für BOYKA: UNDISPUTED IV, die heißersehnte Fortsetzung der Reihe um den russischen MMA-Fighter Juri Boyka, wurde dann sogar überraschenderweise ein anderer Regisseur verpflichtet. Würde auch diese Reihe den Weg in die Belanglosigkeit antreten?

Ich freue mich, diese Befürchtung zerstreuen zu können, auch wenn der neueste Teil nicht ganz an die beiden Vorgänger heranreicht. An Todor Chapkanov hat es nicht gelegen: Wie ich aus vertrauenswürdiger, gut informierter Quelle weiß, ist BOYKA: UNDISPUTED IV Florentines Film durch und durch – und das sieht man. (Der vermeintliche „Wechsel“ auf dem Regiestuhl hatte eher buchhalterische Gründe). Wem der immer noch nicht ganz überwundene Brauch, Actionszenen via Schnitt und Wackelkamera zu „authentifizieren“ und zu dynamisieren – was für ein Blödsinn – auf die Nerven geht, der darf frohlocken: Die Fights in BOYKA: UNDISPUTED IV sind wunderbar übersichtlich, in langen Totalen aufgelöst, in der die Artistik und Power der verschiedenen Kämpfer perfekt zum Ausdruck kommen. Dann und wann wird die Geschwindigkeit für besonders spektakuläre Sprünge und Combos heruntergefahren, nur um sofort wieder hochgepitcht zu werden – ein Florentine-typischer Kniff, der nichts von seiner Wirkung eingebüßt hat. Und blutig ist das alles: Hier gibt es kein CGI-Blut, es wird, dem dreckigen Sujet entsprechend, rotes Kunstblut in der Gegend rumgerotzt, dass es nur so spritzt.

Die Story ist einfach, greift den quasireligiösen Erlösungsaspekt, dem auch die beiden vorigen Teile schon verpflichtet waren, erneut auf und begleitet den Protagonisten auf seiner Reise, die ihn zwar immer wieder in die Scheiße führt, ihn aber zumindest spirituell zum Märtyrer reifen lässt. Auf dem Weg zum ersehnten Profikampf muss er nur noch einen Gegner besiegen. Das gelingt ihm zu gut: Das große Ziel vor Augen, schlägt er deinen Konkurrenten tot. Vor dem Turnier, auf das er seit Jahren hinarbeitet, reist er zurück nach Russland, um Alma (Teodora Duhovnikova), die Witwe des Toten, um Vergebung zu bitten. Doch natürlich kommt es anders: Alma, die ein Jugendheim leitet, wird vom fiesen Gangsterboss Zourab (Alon Aboutboul) in dessen schmierigem Etablissement eingesetzt, um ihren Schulden abzuarbeiten – natürlich hofft das Ekelpaket insgeheim darauf, sie auf seine Bettstatt zerren zu können. Boyka verpflichtet sich, in Zourabs Arena anzutreten und Alma so freizukaufen. Wird ihm das gelingen? Und zwar rechtzeitig, um seine große Chance wahrnehmen zu können?

Man ahnt schon früh, dass es damit nichts wird: Dieser Boyka ist nicht für schnöden sportlichen Erfolg gemacht, sondern dazu verdammt, immer wieder durch die Hölle zu gehen, um am Ende einen lediglich moralischen Triumph feiern zu können. Dürfen wir uns als nächstes auf einen weiteren Knastfight-Film freuen? Das Ende legt das sehr nahe, auch wenn es vielleicht an der Zeit scheint, diesen Boyka in den Ruhestand zu schicken. Adkins, der sonst zwar immer sehr sympathisch, aber auch etwas blass agiert, blüht als russischer Kampfkoloss merklich auf, aber seine Figur bietet nicht gerade endlose Möglichkeiten, sie weiterzuentwickeln. Inhaltlich ist das neueste Sequel ein bisschen trister als der bunte, comichafte Vorgänger: Die immergleichen, reichlich eindimensionalen Ostblock-Kotzbrocken geben sich die Klinke in die Hand und machen BOYKA: UNDISPUTED IV zu einer Übung in runterziehendem Misanthropismus. Es fehlt ein bisschen der Lichtstrahl im Dunkel, Farbe, vielleicht auch etwas Witz. Der mit Bane-artigem Maulkorb ausgestattete, hünenhafte Endgegner hätte sich in diese Richtung entwickeln lassen, aber auch der wird lediglich als humorloser Kraftprotz inszeniert. Es regieren Schmerzen, Leid, Schuld, Sühne, russische Akzente und Knasttattoos.

Ich will nicht meckern: BOYKA: UNDISPUTED IV ist eine würdige Fortsetzung, die niemandem, der die bisherigen Teile mochte, ernsthaft missfallen dürfte. Florentine beweist erneut, was er kann und warum der Actionfilm ihn dringend braucht. Aber nach dieser langen Pause hätten ruhig ein wenig mehr Kreativität und Herzblut ins Drehbuch fließen dürfen. Andererseits: Wie viel wäre davon überhaupt im fertigen Film gelandet? Das Budget zu BOYKA: UNDISPUTED IV war dem Vernehmen nach geradezu lachhaft gering und erlaubte – auch im preiswerten Bulgarien – keine großen Sprünge. Vielleicht sollten wir alle einfach dankbar dafür sein, dass es diesen Film überhaupt gibt, anstatt nach dem Haar in der Suppe zu suchen.