15. hofbauer-kongress: monika und die sechzehnjährigen (charly steinberger, deutschland 1975)

Veröffentlicht: Januar 10, 2016 in Film
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2419935mfoyj7d5_bl9egtiiemllvdxv7vdsixbumyixfr3zf2vaikmm1rpusoylw3ydi7b1yendyg5vqbrvk4q8gDer nächtliche Spontanfilm namens MONIKA UND DIE SECHZEHNJÄHRIGEN rauschte nach einem überaus glücksseligen Kongresstag ziemlich an mir vorbei. Die einzige Regiearbeit des Kameramannes Charly Steiberger, der u. a. für die Optik von Luggi Simmel-Zyklus verantwortlich war, ist ein reichlich seltsamer Hybrid aus tendenzbravem Coming-of-Age-Film und fiesem Schmuddelkram samt ekliger Tiersnuffeinlagen, in dem Lieselotte Pulver und Klausjürgen Wussow wie Gestrandete wirken, aber in völliger Slebstverleugnung gute Miene zum bösen Spiel machen.

Während der Ferien verbleibt eine vierköpfige Clique frecher Früchtchen um die schöne Monika (Marie Zürer) im Internat, um dort an einem Experiment weiterzuarbeiten, das irgendwas mit der Sezierung von Fröschen zu tun hat. Die freundliche Schulleiterin Annelie (Lieselotte Pulver) unterstützt die Mädels nach Kräften, beflügelt aber auch deren sexuelle Fantasie, vor allem als der junge Johannes (Oliver Collignon) zu Besuch kommt. Sie sind felsenfest davon überzeugt, dass es sich bei dem attraktiven Burschen um den jugendlichen Liebhaber der Direktorin handelt, bevor er sich dann zu aller Glück als ihr Sohn entpuppt, den sie nach der Scheidung in ein Internat in Übersee geschickt hat. Annelies Bruder, der Priester Victor (Klausjürgen Wussow) ist auch mit von der Partie und hocherfreut, dass sein Neffe den Gang ins Kloster erwägt …

Wie angesichts des Regisseurs zu erwarten war, sieht MONIKA UND DIE SECHZEHNJÄHRIGEN fantastisch aus, wenn man mal davon absieht, dass die DVD-Veröffentlichung (der Film wurde gebeamt) über ziemlich verblichene Farben verfügt. Das Spektakel ist dann auch recht munter und flott, unterscheidet sich, wie schon erwähnt, von anderen Softsexfilmen aus jener Zeit durch einen gediegeneren Ansatz, der die Spitzen aber umso bizarrer hervorragen lässt. Der Gipfel ist gewiss die Szene, in der die gelangweilten Mädchen üblen Schabernack mit den zu Experimentierzwecken zur Verfügung gestellten Fröschen treiben. Verstörend anzuschauen, aber wenigstens eine Ablenkung von der Spekulation darüber, wie es Lieselotte Pulver und Klausjürgen Wussow in diesen Film verschlagen hat. Das Ende habe ich, glaube ich, verschlafen. Ich muss den Film noch einmal schauen, um etwas Belastbares über ihn sagen zu können. Ich bin einfach nicht richtig reingekommen.

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