i pirati della malesia (umberto lenzi, italien/spanien/deutschland/frankreich 1964)

Veröffentlicht: Mai 29, 2017 in Film
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I PIRATI DELLA MALESIA ist Lenzis zweiter und letzter Sandokan-Film sowie der dritte Beitrag der ais SANDOKAN, LA TIGRE DI MOMPRACEM, SANDOK, IL MACISTE DELLA GIUNGLA und I TRE SERGENTI DEL BENGALA bestehenden Indien-Tetralogie. Das Drehbuch stammt von Ugo Liberatore und man entdeckt viele Gesichter aus den anderen Filmen wieder, unter anderem Andrea Bosic, Nazzareno Zamperla, Mimmo Palmara und Leo Anchóriz, sowie natürlich manch doppelt verwertete Szene. I PIRATI DELLA MALESIA ist sozusagen das gespuckte Ebenbild der anderen drei Titel und das bedeutet zum einen, dass hier wieder sauber gefertigtes, kompetent gemachtes, farbenfrohes Abenteuerkino vermeldet werden kann, das diesmal an Originalschauplätzen in Singapur entstand. Zum anderen sind aber auch leichte Ermüdungserscheinungen nicht von der Hand zu weisen. Gut möglich, dass mir I PIRATI DELLA MALESIA zu einem anderen Zeitpunkt besser gefallen hätte, so hat mich das inhaltlich mittlerweile sattsam bekannte Spiel aber doch etwas ermüdet.

Der tapfere Sandokan (Steve Reeves) muss diesmal wieder einen gutmütigen Sultan befreien, der vom bösen Briten Lord Brook (Leo Anchóriz) gefangen gehalten wird. Dazu schleicht sich Sandokan als Schiffbrüchiger bei Brook ein, wird aber bald enttarnt. Es folgt das übliche Spiel aus Gefangenschaften und Fluchten, Scharmützeln und Befreiungsktionen, bevor die Rebellen um Sandokan am Ende ihren Triumph gegen die bösen Besatzer feiern dürfen.

Die Briten um Lord Brook sind hier besonders verabscheuungswürdig, begraben arme Teufel bei lebendigem Leibe, um „Kugeln zu sparen“, oder werfen sie Krokodilen zum Fraß vor, ansonsten unterscheidet sich IL PIRATI DELLA MALESIA nur marginal von seinem Vorgänger. Das macht ihn, wie oben erwähnt, nicht unbedingt schlechter, aber die Freude über solch buntes Entertainment ist dann doch etwas abgekühlt. Ein paar Überraschungen oder wenigstens ein etwas anderer Handlungsverlauf hätten dem Film nicht geschadet. So bin ich, gebeutelt von schwüler Hitze, das ein oder andere Mal weggedöst und war dann am Ende froh, es geschafft zu haben und mich einer anderen Thematik zuwenden zu können. Wer nicht vorhat, die Indien-Lenzis an einem Stück zu schauen, macht hier aber nichts falsch.

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