blue monkey (william fruet, kanada/usa 1987)

Veröffentlicht: April 23, 2017 in Film
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Warum dieser Film BLUE MONKEY heißt, ist leider auch nach dem Studium diverser Online-Artikel nicht klar. Der deutsche Verleihtitel INSECT, der das schicke Videocover zierte, macht definitiv mehr Sinn. Als Steppke hielt ich die Kassettenhülle zahllose Male in der Hand, ohne allerdings Nägel mit Köpfen zu machen und das Teil auszuleihen. Warum, weiß ich nicht mehr, denn die Szenenfotos versprachen ein effektreiches Spektakel, das 30 Jahre später  erwartungsgemäß nicht mehr ganz so beeindruckend daherkommt.

Fruets Film beginnt mit einem alten Opa, der von einem Insekt gestochen wird und daraufhin kollabiert. Im Krankenhaus erbricht er eine Larve, die sich in ein Insekt verwandelt, das nach der Unachtsamkeit einiger Kinder gigantische Ausmaße annimmt. Neben dem Mörderinsekt, das sich im Krankenhauskeller mit seiner Braut einnistet, haben die Insassen auch noch damit zu kämpfen, dass der Stich eine Epidemie ausgelöst hat. Die Regierung riegelt das Krankenhaus ab, um die Gefahr zu bannen, und so ist es an dem Polizisten Jim Bishop (Steve Railsback), der Ärztin Rachel Carlson (Gwynyth Walsh) und dem Insektenforscher Elliott Jacobs (Don Lake), den Kampf gegen das Insekt aufzunehmen, bevor es zu spät ist.

BLUE MONKEY zeigt ein buntes Potpourri von Einflüssen, von denen James Camerons ALIENS sicherlich der wichtigste ist. Die Hatz durch die blau ausgeleuchteten Kellergänge erinnert ebenso an den Klassiker wie die Szenen mit den in Kokons eingeschlossenen Opfern und das Monster selbst, eine Art riesiger schwarzer Gottesanbeterin, die ziemlich angepisst ist. Ein bisschen Katastrophenfilm spielt auch noch mit hinein, vor allem der Vergleich mit dem kürzlich erst gesehenen THE CASSANDRA CROSSING drängte sich auf. Auch das Zusammentreffen ganz unterschiedlicher Figuren lässt an die effektintensiven, starbesetzten Vehikel der Siebzigerjahre denken: Neben den Protagonisten gibt es da noch zwei Omas, die sich ordentlich volllaufen lassen, während um sie herum ums Überleben gekämpft wird, eine Gruppe niedlicher Kiddies, die die Gänge unsicher macht und am Ende natürlich wichtige Unterstützung liefert, sowie ein Ehepaar, das gerade sein erstes Kind zur Welt bringt. Fruet versieht seinen Film mit viel auflockerndem Humor und besetzt diverse Rollen mit bekannten kanadischen Komikern. Trotzdem kippt BLUE MONKEY nicht in Richtung Genreparodie, sondern hält ein gesundes Gleichgewicht. Ein paar Einfälle sind hübsch bescheuert, aber das gehört ja auch irgendwie dazu. Jedenfalls erweist es sich als überaus praktisch, dass in dem Krankenhaus auch ein Labor zur Laserforschung untergebracht ist. Nachdem dieses nach seiner ausführlichen Einführung zu Beginn überhaupt keine Rolle mehr spielt, ist klar, wo das Insekt sein Ende finden wird. Und die Sexszene im Labor darf natürlich auch nicht fehlen. Fazit: Nicht so geil, wie ich mir das mit 15 ausgemalt habe, aber schon ganz nett, der blaue Affe.

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